Milch, Mist und Betriebskonzept: Theaterprojekt mit echten Geschichten
LEMBACH. Im heurigen Gedenkjahr „Mut zum Frieden“, das an den Beginn der oö. Bauernkriege von 1626 erinnert, beschreitet die Theatergruppe Lembach neue Wege. Mit „Milch, Mist und Betriebskonzept“ kommt ein eigenes Werk auf die Bühne. Denn kein bestehendes Theaterstück greift die Lebensrealität heutiger Bauern in der gewünschten Form auf.

Grundlage für das außergewöhnliche Theaterprojekt waren Gespräche mit Landwirten aus der Region. Sie berichteten offen von wirtschaftlichen Herausforderungen, Zukunftsängsten und bürokratischen Hürden, aber auch von ihrer Leidenschaft für die Landwirtschaft, ihrer Verbundenheit zur Heimat und ihrem Wunsch, familiengeführte Höfe für kommende Generationen zu erhalten. Aus diesen persönlichen Erzählungen entstand die bäuerliche Komödie „Milch, Mist und Betriebskonzept“, die am 17. Oktober Premiere feiert.
Zum Inhalt
Im Mittelpunkt steht Bergbauer Sepp Hinterberger, dessen Hof finanziell unter Druck geraten ist. Während er lieber Kühe melkt als Förderanträge ausfüllt, versucht Tochter Gundi mit neuen Ideen die Zukunft des Familienbetriebs zu sichern. Fünf Fremdenzimmer sollen dem Hof ein zweites wirtschaftliches Standbein verschaffen. Doch zwischen Kreditgesprächen, Auflagen, Handwerkerchaos, Generationenkonflikten und Behördenkontrollen zeigt sich schnell, dass Veränderung oft schwieriger ist als gedacht.
Mit Humor, Selbstironie und liebenswerten Figuren erzählt das Stück unter der Regie von Hans Falkinger von den Herausforderungen moderner Landwirtschaft und zeigt, dass Mut und Zusammenhalt heute genauso wichtig sind wie vor 400 Jahren. Gleichzeitig wirft es zentrale Fragen auf: Was bleibt, wenn immer mehr Familienhöfe verschwinden? Welchen Wert haben Tradition, Gemeinschaft und Heimat in einer zunehmend von Wachstum, Effizienz und wirtschaftlichem Druck geprägten Welt? Und wer bleibt, wenn es schwierig wird?








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