BBS-Maturantinnen bringen ihre Mitschüler ins soziale Ehrenamt
ROHRBACH-BERG. Mit ihrem Diplomarbeitsprojekt sorgen die beiden HAK-Schülerinnen Verena Wiesinger und Saskia Neißl gemeinsam mit der Leaderregion dafür, dass soziales Ehrenamt verstärkt bei den Jugendlichen ankommt: Sie organisieren einen Aktionstag, an dem 100 Schüler in sieben Organisationen im Bezirk Rohrbach schnuppern können.

Am 23. Oktober drücken die Schüler der vierten Klassen der BBS Rohrbach nicht die Schulbank, sondern verbringen diesen Tag in den Altenheimen des SHV Rohrbach, bei Arcus, der Caritas, pro mente, beim Roten Kreuz, dem Sozialmedizinischen Betreuungsring oder bei Wohnen mit Service in Kleinzell. Sieben Organisationen aus dem ganzen Bezirk öffnen ihre Türen und lassen die Jugendlichen mithelfen und in die soziale Arbeit reinschnuppern. „Wir wollen damit auf das soziale Ehrenamt aufmerksam machen und Jugendliche zum Engagement motivieren. Auch uns wurde durch das Projekt erst bewusst, wie vielfältig die Möglichkeiten sind“, berichten Verena und Saskia, die beide ehrenamtlich tätig sind. Ergänzt wird der Aktionstag durch eine Kampagne in den sozialen Medien und eine Umfrage mit Feedback-Möglichkeit. Die Maturantinnen, die von Betreuungslehrer Thomas Haselgruber unterstützt wurden, könnten sich auch vorstellen, dass der Aktionstag künftig regelmäßig stattfindet.
Das wäre ganz im Sinne des Leaderregion-Teams, von dem die ursprüngliche Idee zur Koppelung von sozialem Ehrenamt, Jugendlichen und regionalen Organisationen stammt. Geschäftsführerin Barbara Kneidinger freut sich, dass die Idee von den Schülerinnen so begeistert umgesetzt wird und so viele Organisationen mitwirken. „Diese einzigartige Aktion kann nur gemeinsam gelingen“, ist sie dankbar.
Gutes Leben gelingt nur gemeinsam
Die Leaderregion Donau-Böhmerwald legt generell den Schwerpunkt auf ein gutes Miteinander in der Region und will diese lebenswert gestalten. „Miteinander ist der Schlüssel für eine starke Region. Wir können nicht jedes Problem lösen, aber wir können Menschen zusammenbringen, gute Ideen unterstützen und gemeinsam etwas bewegen“, betont Leader-Obmann Bgm. Klaus Falkinger.
Ganz in diesem Sinne wirkt auch die „Sorgende Gemeinschaft“, ein Schwerpunkt des Landes OÖ, an dem sich Rohrbach bezirksweit beteiligen will. „Es geht dabei vor allem um die Vernetzung bestehender Strukturen, damit Menschen in der gewohnten Umgebung mit Unterstützung und Begleitung alt werden können“, erklärt LAbg. Gertraud Scheiblberger, Obmann-Stellvertreterin des Leadervereins. 33 der 37 Gemeinden im Bezirk Rohrbach sind bereits in Sozialvereinen eingebettet. Diese bilden die Basis, um das Ehrenamt weiter zu stärken. Gemeinsam mit der SPES Zukunftsakademie wird eine Ausbildungsreihe gestartet, bei der Ehrenamtliche praktische Hilfestellungen für die Betreuung von älteren Menschen bekommen. In jeder Gemeinde sollen somit soziale Fürsorgeteams entstehen.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden