250 Einsatzkräfte übten Waldbrand im Böhmerwald bei Schöneben
ULRICHSBERG. Feuer im Böhmerwald! Diese Übungsannahme forderte rund 250 Einsatzkräfte aus Österreich und Tschechien bei einer Katastrophenschutzübung in Schöneben. Das neue Stützpunktfahrzeug für Wald- und Vegetationsbrände, das bei der FF Schlägl stationiert ist, kam dabei auch zum Einsatz.

Ausgangspunkt der Übung war ein Verkehrsunfall, bei dem mehrere Personen in Fahrzeugen eingeschlossen waren. Die Rettungskräfte mussten die Verletzten befreien. Die Lage verschärfte sich, als sich herausstellte, dass ein beteiligter Tanklastwagen einen gefährlichen Stoff geladen hatte. Durch die Kollision trat der Stoff aus und gelangte in den angrenzenden Wald. In der Folge entwickelte sich ein Waldbrandszenario.
Neues Fahrzeug im Einsatz
Zur Brandbekämpfung wurde der Feuerlösch- und Katastrophenschutzzug (F-KAT-Zug) des Bezirks Rohrbach angefordert, der erst in diesem Jahr aktiviert wurde. Dazu gehört das neue Stützpunktfahrzeug für Wald- und Vegetationsbrände, das mit seiner Extraausstattung und seiner Geländegängigkeit genau für solche Einsätze ausgelegt ist. Gemeinsam mit den weiteren Einheiten übernahmen die Feuerwehrkräfte die Löscharbeiten im Waldgebiet.Eine besondere Herausforderung war die Versorgung mit Löschwasser. Gemeinsam mit den tschechischen Feuerwehren wurde ein Pendelverkehr mit Großtanklöschfahrzeugen eingerichtet. So konnte laufend Wasser zur Einsatzstelle gebracht werden.
Über Grenzen hinweg
An der Übung beteiligt waren das Bezirkspolizeikommando Rohrbach, das Bezirksrettungskommando, die Bezirkshauptmannschaft Rohrbach, das Bezirks-Feuerwehrkommando Rohrbach, die Bergrettung Ulrichsberg, die Suchhundestaffel sowie Kameraden der tschechischen Feuerwehren.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Übung war das Zusammenspiel der österreichischen und tschechischen Einsatzorganisationen. Gerade im Grenzgebiet ist eine gut abgestimmte Zusammenarbeit der Einsatzkräfte eine wichtige Voraussetzung, um auch größere Schadensereignisse wirksam bewältigen zu können.








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