Corona-Krise hat Sorgen der pflegenden Angehörigen verstärkt

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Wer Angehörige pflegt, macht sich viele Gedanken und Sorgen. Foto: Halfpoint/Shutterstock.com
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 20.11.2020 10:17 Uhr

ROHRBACH-BERG. Die Caritas-Servicestelle für pflegende Angehörige hilft Betroffenen durch diese herausfordernde Zeit.

„Viele Angehörige haben aktuell mehr denn je Angst, in der Pflege und Betreuung auszufallen und die pflegebedürftige Person unversorgt zurück zu lassen“, weiß Ute-Maria Winkler von der Caritas-Servicestelle für pflegende Angehörige in Rohrbach. Bei der Betreuung von Angehörigen geht es nicht immer um Tätigkeiten wie die direkte Körperpflege. Vielmehr unterstützen Angehörige in der Bewältigung des Alltags und begleiten in vielen Bereichen. „Während die Organisation von Unterstützungs-Angeboten aufgrund der unterschiedlichen Zuständigkeiten für viele zermürbend ist, ist es doch meist die Achterbahn der Gefühlslagen und das Zwischenmenschliche, das für Angehörige viel kräfteraubender ist“, betont Winkler. Eine Betroffene ergänzt: „Mal gibt es gute Tage, da funktioniert alles und man ist eingespielt. Und dann denkst du dir wieder: “wie man es macht, ist es falsch„, zumindest habe ich immer das Gefühl es wäre so.“

Viele Gedanken und Sorgen

Viele Angehörige machen sich Sorgen, der pflegebedürftigen Person zu wenig Zeit zu widmen, falsche Entscheidungen zu treffen, die eigene Familie oder Freunde durch die Pflege zu vernachlässigen; aber auch, dass die Pflege und Betreuung noch intensiver werden könnte und vor allem, was denn wäre, wenn man einmal nicht mehr kann.

Reden hilft

„Mit den Sorgen nicht alleine bleiben ist hier entscheidend“, sagt Ute-Maria Winkler, die ermutigt, Beratungsangebote anzunehmen. Auch der Austausch mit Personen in ähnlichen Situationen, ist sehr heilsam. Dazu bietet die Caritas-Servicestelle während der Corona-Pandemie das Online-Gruppentreffen „Wegzehrung“ an.

Die Beratung bei der Caritas-Servicestelle ist kostenlos und vertraulich. Sie kann persönlich in der Beratungsstelle in Rohrbach oder Haslach, telefonisch, per Videochat oder bei Angehörigen zu Hause stattfinden. Infos: Tel. 0676/8776 2443.

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