Biomedizinische Analytikerinnen im Klinikum Rohrbach sind rund um die Uhr im Einsatz
ROHRBACH-BERG. Die Corona-Testgeräte im Zentrallabor des Klinikums Rohrbach laufen auf Hochtouren. Auch die Biomedizinischen Analytikerinnen stehen rund um die Uhr im Einsatz und werten die kontinuierlich steigende Anzahl an Corona-Tests aus.

Täglich werden zahlreiche Untersuchungen durchgeführt. Um SARS-CoV-2-Erreger nachzuweisen, müssen Abstriche aus Nasen- und/oder Rachenraum entnommen werden. Ist man infiziert, kann das im Abstrich nachgewiesen werden. Gerade in der jetzigen Akutsituation der Corona-Pandemie sind die Biomedizinischen Analytikerinnen maßgeblich an der Erfassung des Infektionsgeschehens beteiligt. Sie stehen Tag und Nacht im Einsatz und können Abstriche potenzieller Covid-19-Patienten sofort auswerten. „Prinzipiell ist jede Probe im Labor – sei es Blut, Harn oder Gewebe – als potenziell infektiös anzusehen. Wir halten – nicht erst seit Corona – die entsprechenden Hygienemaßnahmen strengstens ein. Eine sogenannte Sicherheitswerkbank, deren Arbeitsplatz speziell be- und entlüftet wird, stellt einen zusätzlichen Schutz vor Infektionen für die Mitarbeiterinnen dar. Denn jedes der eingesandten Corona-Teströhrchen könnte das Virus enthalten“, erläutert Rosa Barth, leitende Biomedizinische Analytikerin im Klinikum Rohrbach. Im Klinikum Rohrbach wird der Test auf Covid-19 ausschließlich für Patienten und in dringenden Fällen für Mitarbeiter verwendet. Die Bevölkerung des Bezirks wird, nach Terminvereinbarung unter der Nummer 1450, im Covid-19-Drive-in des Roten Kreuzes getestet.
Antigen-Test als wichtiger Baustein
Im Labor des Klinikums Rohrbach werden sowohl Antigen- als auch PCR-Tests ausgewertet. Antigen-Tests gelten als wichtiger Baustein, um die Corona-Infektion langfristig unter Kontrolle zu bekommen. Im Unterschied zum PCR-Test, der das Erbmaterial des Virus nachweist, werden beim Antigen-Test die Eiweißstrukturen des Virus erfasst. Der Vorteil der Corona-Antigen-Tests besteht in der kurzen Reaktionszeit: Das Testergebnis liegt bereits nach 30 Minuten vor. Mit dem PCR-Testverfahren können wiederum bereits ganz geringe Mengen des Erregers nachgewiesen werden, da das Virus im Reagenzglas vervielfältigt wird. Das Messergebnis steht inklusive Vorbereitung der Proben nach etwa einer Stunde zur Verfügung. „Sowohl die Antigen- als auch die PCR-Tests haben das gleiche Ziel: eine Infektion zu diagnostizieren, um anschließend die bzw. den Erkrankten isolieren und die Virusausbreitung möglichst rasch eindämmen zu können“, erklärt Wolfgang Tenschert, Ärztlicher Direktor im Klinikum.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden