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BEZIRK. Eigenlob stinkt keineswegs – im Gegenteil: Lob für sich selbst und für andere sorgt für positive Gefühle.

  1 / 2   Lob von anderen, aber auch von sich selbst, sorgt für positive Gefühle und macht glücklich. Foto: fizkes/Shutterstock.com

Andere zu loben ist für den Großteil der Menschen einfacher als sich selbst zu loben. Aber selbst das machen wir viel zu selten. Dabei trägt gerade die in Worte gefasste Wertschätzung gegenüber Mitmenschen dazu bei, dass sich diese besser fühlen. „Eine ehrlich gemeinte Anerkennung für eine gute Arbeit oder eine tolle Leistung stärkt das Selbstbewusstsein und kann beim Gegenüber Wunder wirken“, sagt Verena Linhart, Klinische Psychologin im Klinikum Rohrbach. „Studien haben gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig für gute Arbeit gelobt werden, diese mit noch mehr Freude und Verantwortung erledigen.“ Nachweislich nehmen etwa Mitarbeiter ein Arbeitsumfeld, in dem Wertschätzung Tag für Tag gelebt wird, automatisch als positiver wahr – in der Familie, im Freundeskreis oder auch bei der ehrenamtlichen Tätigkeit ist es nicht viel anders.

Sich selbst bewusst loben

Für positive Gefühle sorgt nicht nur das Lob von anderen. „Auch wir selbst sollten uns für Dingeloben, die uns gut gelungen sind. An Selbstlob ist nämlich gar nichts falsch. Vielmehr macht es uns glücklich, wenn wir zwischendurch innehalten und uns bewusst vor Augen führen, was wir alles leisten“, betont Linhart. Dabei spielt es keine Rolle, auf welche Weise wir uns selbst loben. „Für viele wirkt es sicherseltsam, sich vor einen Spiegel zu stellen und zu sagen, wie sehr man sich selbst liebt und was man besonders gut gemacht hat“, weiß die Psychologin. Sie rät aber, es zu versuchen, auch wenn sich zunächst innere Widerstände bemerkbar machen.

Übung macht den (Selbstlob-)Meister

„Am wichtigsten ist, dass Sie Zeit für Selbstlob einplanen und es zur Gewohnheit werden lassen. Unser Gehirn merkt sich die positiven Botschaften bei regelmäßiger und bewusster Wiederholung besser und man gewinnt an Selbstvertrauen und innerer Stärke.“ Als Alternative bietet sich an, kleine Nachrichten auf Zettel zu schreiben und diese in ein Glas zu stecken. „So sehen Sie am Ende des Jahres sogar auf einen Blick, wie viel Ihnen im abgelaufenen Jahr gelungen ist“, sagt die Expertin.


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