Corona-Berichte aus Indien sind nur die Spitze des Eisbergs

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Die Lebensmittelspenden der Organisation helfen vor allem Frauen und Kindern. (Foto: Sambhali Trust)
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 30.05.2021 17:21 Uhr

ALTENFELDEN/INDIEN. Während die Corona-Pandemie hierzulande für Stillstand im Land gesorgt hat, geht es in den ärmeren Entwicklungsländern ums Überleben. Die Altenfeldnerin Astrid Amerstorfer, die sich im Verein „Sambhali Austria“ engagiert, weiß etwa von den schlimmen Zuständen in Indien. 

Schreckensbilder von Menschen, die vor Spitälern an Sauerstoffmangel sterben, überfüllte Krematorien – das ist nur die Spitze des Eisbergs. Offizielle Statistiken sprechen von mehr als 400.000 Neuinfektionen und 4.000 Toten pro Tag. Die tatsächlichen Zahlen sind jedoch ein Vielfaches davon. Seriöse Schätzungen gehen von bis zu einem Drittel tatsächlich Infizierter aus.

Schlechte medizinische Versorgung, keine soziale Absicherung

Dem gegenüber steht jedoch die schlechte medizinische Versorgung: Es fehlen Ärzte, Spitals- und Intensivbetten und generell medizinische Ausrüstung. Dazu kommt die fehlende soziale Absicherung. „Die Großfamilie trägt hilfsbedürftige Familienangehörige mit. Jetzt sind diese Netze aber heillos überlastet, weil zu viele Mitglieder ohne Einkommen sind“, berichtet Amerstorfer. Sie war vor etwa zehn Jahren das erste Mal in Indien und hat sich gleich in das Land verliebt. Weil sie aber auch die Armut gesehen hat, engagiert sich die Altenfeldnerin ehrenamtlich bei „Sambhali Austria“, einem Partnerverein des „Sambhali Trust“, der indischen Frauen und Kindern eine Möglichkeit für ein besseres Leben geben will.

Lebensmittel für Familien

Vor dem Büro der Hilfsorganisation in Jodhpur sitzen täglich mehr Menschen auf der Straße in der Hoffnung auf Hilfe. Mütter, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder ernähren können; Witwen ohne familiäres Netz; Frauen, deren Männer arbeitslos sind. Zur Unterstützung wurde die „Sambhali Food Bank“ gegründet, die Lebensmittel an Bedürftige verteilt. Bisher stehen 274 Familien auf ihrer Liste, und jeden Tag werden es mehr. Daneben unterstützen verschiedenste private Hilfsorganisationen die Bemühungen der Regierung, die Krise zu meistern und möglichst vielen Menschen das Überleben zu sichern.

 

Die Hilfe des Sambhali Trust ist auf Spenden angewiesen. In Österreich sammelt der Verein „Sambhali Austria“ und sichert damit das Überleben vieler Verzweifelter.

www.sambhali-austria.at

www.sambhali-trust.org

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