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Saisonbilanz nach Trainingsverletzung: „Das Wichtigste ist, die Freude am Sport nicht zu verlieren"

Martina Gahleitner, 09.03.2022 08:25

ALTENFELDEN. Nach einer Trainingsverletzung Mitte Februar ist die aktuelle Saison für ÖSV-Skiläuferin Elisa Mörzinger früher als geplant zu Ende gegangen. Im Tips-Gespräch zieht sie Bilanz.

Elisa Mörzinger konzentriert sich nach ihrer Trainingsverletzung auf die Genesung. Foto: Pirkes
Elisa Mörzinger konzentriert sich nach ihrer Trainingsverletzung auf die Genesung. Foto: Pirkes

Tips: Was waren deine Ziele und wie zufrieden bist du mit dem Saisonverlauf – zumindest bis zum vorzeitigen Ende?

Mörzinger: Mein Ziel war, dass ich die Top-15 anpeile. Am Anfang der Saison ist es aber nicht so nach Wunsch gelaufen – unter anderem, weil ich das Set Up etwas umgestellt habe und nicht ganz zurechtkam. Ich änderte es wieder auf jenes des Vorjahres und es lief dann auch im Europacup gleich besser.

Tips: Wie ist die Verletzung passiert und wie schaut der Comeback-Plan aus?

Mörzinger: Das Missgeschick passierte am 17. Februar in Bad Wiessee am Tegernsee beim Slalomtraining. Beim Einfädeln verdrehte ich mir den Fuß und das Knie. Schlussendlich bin ich froh, dass nicht mehr passiert ist. Ich hätte mich auch schwerer verletzen können. Bis Ende März muss ich noch den Gips tragen. Da besteht mein Trainingsplan hauptsächlich aus Übungen für den Oberkörper. Danach geht es zur Reha und viel Physio. Im Vordergrund steht für mich einfach, dass die Heilung und Genesung Fortschritte macht und ich mich dann in voller Stärke auf die Saisonvorbereitung konzentrieren kann. Die Verletzung hat mir gezeigt und bewusst gemacht, was ich wirklich will – und das ist ganz klar das Ski- und Rennfahren.

Tips: Hat sich dein Leben nach dem Erfolg im Parallelslalom von Sestriere irgendwie verändert?

Mörzinger: Eigentlich nicht. Wenn dann nur kurzfristig. Es war mehr Medienrummel als sonst. Ich habe dabei gelernt, dass alles ganz schnell gehen kann. Im Positiven als auch im Negativen.

Tips: Deine drei besten Eigenschaften, die dich unterstützen, um erfolgreich zu sein?

Mörzinger: Zielstrebigkeit, Disziplin und Ehrgeiz. Alle drei in einem sind für mich wesentliche Bestandteile, um vorne landen zu können. Man muss auf das Ziel fokussiert sein. Die Disziplin und den Ehrgeiz dafür aufbringen, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und konsequent darauf hinzuarbeiten.

Tips: Wie wichtig war für dich die SU Böhmerwald für deine Karriere?

Mörzinger: Die Kindertrainings im Volksschulalter waren schon richtungsweisend für mich. Durch die SU Böhmerwald hatte ich auch die nötigen Kontakte und Förderer für meinen weiteren sportlichen Weg. Mir wurde der Besuch der damaligen Schihauptschule Windischgarsten empfohlen und ab der dritten Klasse Volksschule war mir klar, dass ich Skirennfahrerin werden wollte.

Tips: Was würdest du als Trainerin jungen Skirennläufern mitgeben?

Mörzinger: Das Wichtigste ist, die Freude am Sport nicht zu verlieren und Spaß am Rennen zu haben. Denn was man gern macht, macht man gut.


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