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Online Redaktion, 11.05.2026 10:46

KLEINZELL. Nach starken Ergebnissen in den vergangenen Rennen wurde der 16-jährige Elias Baumann aus Kleinzell bereits zum zweiten Mal in seiner noch jungen Radsportkarriere für das österreichische Nationalteam nominiert.

Elias Baumann (Foto: Baumann)
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Der talentierte Nachwuchsfahrer stand beim prestigeträchtigen Nations-Cup-Rennen „Course de la Paix Juniors“ in Tschechien im Aufgebot Österreichs.

Das Rennen zählt zur höchsten Kategorie im Junioren-Radsport. Sämtliche Nationalteams der Welt waren mit ihren stärksten Fahrern vertreten, zudem beobachteten Scouts internationaler Profi-Teams das Geschehen ganz genau.

Erste Etappe

Bereits die erste Etappe hatte es mit 110 Kilometern und rund 1.700 Höhenmetern in sich. Von Beginn an wurde ein enorm hohes Tempo angeschlagen. Baumann kämpfte beherzt im Hauptfeld mit und schaffte es bis ins Finale vorne dabei zu bleiben. Im hektischen Bergaufsprint belegte der sprintstarke Kleinzeller schließlich den starken 33. Platz.

Solide Leistung bei Zeitfahr-Debüt

Am zweiten Tag stand am Vormittag ein neun Kilometer langes Einzelzeitfahren auf dem Programm. Da Baumann zuvor erst viermal auf einem Zeitfahrrad gesessen war, hielten sich die Erwartungen in Grenzen. Dennoch zeigte der Mühlviertler eine solide Leistung.

„Glück“ bei Massensturz

Am Nachmittag folgte bereits die dritte Etappe über 60 Kilometer – ein sehr flacher Kurs und somit wie gemacht für die Sprintqualitäten des jungen Oberösterreichers. Im Finale kam es allerdings 700 Meter vor dem Ziel zu einem Massensturz, in den auch Baumann verwickelt war. Glücklicherweise blieb es bei einigen Schürfwunden und er konnte das Rennen beenden. Besonders beeindruckend: Die Etappe wurde mit einem Schnitt von über 48 km/h gefahren.

Defektteufel schlug zu

Auch die vierte Etappe hatte es in sich. Auf den 114 Kilometern wurde erneut ein Schnitt von 47,5 km/h erreicht. Baumann hatte ausgerechnet an einem langen Anstieg Defektpech und musste sein Rad wechseln. Dadurch verlor er den Anschluss an die Spitzengruppe, kämpfte sich jedoch zurück und beendete das Rennen dennoch stark im Hauptfeld.

Platz drei beim Sprint am Schlusstag

Dann folgte am Finaltag der große Höhepunkt. Auf der letzten Etappe über 103 Kilometer zeigte Elias Baumann sein ganzes Können. Obwohl die Fahrer durch die harten Vortage bereits gezeichnet waren, wurde erneut ein extrem hohes Tempo gefahren. Das Hauptfeld blieb auf dem welligen Kurs lange geschlossen – ideale Voraussetzungen für einen Sprint.

Und genau dort schlug die Stunde des jungen Kleinzellers: Mit einem sensationellen Sprint fuhr Baumann auf den dritten Platz und sorgte damit international für Aufsehen. Besonders bemerkenswert: Der 16-Jährige bestreitet heuer erst seine erste Saison bei den Junioren.

Schlag auf Schlag

Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht. Neben Schule und Lernen heißt es jetzt vor allem regenerieren, denn bereits kommenden Donnerstag steht für Baumann mit dem Landeskader die nächste viertägige Rundfahrt in Deutschland auf dem Programm.


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