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HASLACH. Rund 16.000 Menschen besuchen jährlich das „Textile Zentrum Haslach“ (TZH) und machen die Gemeinde damit weit über die Bezirksgrenzen hinaus zu einer Hochburg der Textilkunst „Mit den vielen Besuchern stiegen aber auch die Anforderungen an Personal und Infrastruktur“, sagt Bürgermeister Dominik Reisinger und gibt einen Einblick in den Ausbau des TZH, der derzeit die ganze Gemeinde beschäftigt.

  1 / 2   Das „Textile Zentrum Haslach“ am Vonwiller Areal prägt die Gemeinde nicht nur architektonisch, sondern auch wirtschaftlich und vor allem kulturell. Foto: Siegfried Tomaschko

„Der Ausbau mit zusätzlichen Büro- und Präsentationsflächen war unumgänglich und ist nicht nur für das Zentrum selbst, sondern auch für ganz Haslach wichtig. Am TZH hängen viele Arbeitsplätze, die vielen Besucher und die Wertschöpfung daraus tun unserer Gemeinde, der regionalen Wirtschaft und der Gastronomie gut“, erklärt Reisinger. Dabei sind es nicht nur die steigenden Besucherzahlen, die den Ausbau notwendig machten, sondern auch die wachsenden Ausbildungskooperationen mit Universitäten in Österreich und Deutschland.

„Das Textile Zentrum Haslach bietet zum Beispiel in Kooperation mit der Textilabteilung der Kunstuniversität Linz einen einjährigen Lehrgang sowie diverse Fortbildungsseminare im Fachbereich Weberei an. Die Ausbildungsform trägt den Titel „SHUTTLE. Lehrgang für innovative Webkultur“. Das TZH hat sich so zu einer nicht mehr wegzudenkenden Museums-, Bildungs- und Kultureinrichtung etabliert, die weit über die Gemeinde- und Landesgrenze ausstrahlt.“ Für die Planung des Zubaus und des Vorplatzes zeichnet das Haslacher Architekturbüro Arkade verantwortlich, die Eröffnung soll im Rahmen des Sommersymposiums „Textile Kultur Haslach“ gefeiert werden.

Sommersymposium „Textile Kultur Haslach“

Dieses findet von 16. Juli bis zum 3. August statt. „Durch den Ausbau des TZH können endlich alle Kurse an einem Ort abgehalten werden“, freut sich Reisinger. Das heurige Sommersymposium wartet mit einer ganz besonderen Ausstellung auf: Der pensionierte Salzburger Architekt Ferdinand Aichhorn sammelte 40 Jahre lang Textilien aus dem asiatischen Raum. Dazu unternahm er ausgedehnte Reisen in entlegene Gebiete und suchte spezialisierte Handwerker auf, deren Wissen sprichwörtlich am seidenen Faden hängt. Im Zuge seiner Ausstellung nimmt er mit auf eine Entdeckungsreise in ferne Länder und lässt die Besucher Anteil nehmen an seiner Leidenschaft für wunderbare Stoffe und Menschen mit außergewöhnlichen handwerklichen Fähigkeiten.

Eröffnung und Sommerfest

„Die Vernissage der Ausstellung findet am Sonntag, 22. Juli, um 19 Uhr im Zuge eines Sommerfests statt. Zeitgleich wird auch noch eine zweite Ausstellung im kleinen Veranstaltungssaal eröffnet. Sie trägt den Titel „Das Blaue Wunder“ und zeigt das breite Spektrum von Arbeiten der deutschen Handwebervereinigung Weben Plus. „Nach Besichtigung der Ausstellungen wird im Garten des Textilen Zentrums Haslach gefeiert, gegessen, getrunken und getanzt. Die Wiener Band „Die Geschenke des Himmels“ wird für besondere musikalische Leckerbissen sorgen“, so Reisinger vorfreudig.

Mehr als „nur“ Weberei

So sehr das TZH und sein Umbau die Gemeinde auch beschäftigt, Haslach hat noch mehr zu bieten: „Wir haben vielfältige Infrastruktur- und Nahversorgungsangebote und eine besonders hohe Dichte an Gastronomiebetrieben“, ist Reisinger stolz. „Unser Gemeindehaushalt ist ausgeglichen und die Bevölkerungszahlen sind stabil, nicht zuletzt aufgrund eines wahren Booms des privaten Wohnbaus.“ <


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