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HASLACH. “Des is mir gonz oa Ding“, antwortete Johann Hofer auf die Frage, ob es ihm etwas ausmache, als Original aus Haslach in der Zeitung zu stehen. Leicht macht er es einem aber trotzdem nicht, denn seinen Wohnort, die Holzhäusl in der Ortschaft Hartmannsdorf, muss man erst mal finden.

Der Hofer Hans, ein echtes Haslacher Original. Foto: Wallner
Der Hofer Hans, ein echtes Haslacher Original. Foto: Wallner

Auf verschlungenen Wegen führt der Weg entlang der Steineren Mühl in das wildromantische Kesseltal, das der Hofer Hans sein Zuhause nennt. Als ich ankomme, sucht er in seinem Schaubienenstock gerade die Königin. „Die Blütenhonig­ernte ist gut, aber der Waldhonig lässt aus.“ Aufregen tut ihn das aber nicht und überhaupt wirkt es so, als könnte den Hans überhaupt nichts aufregen. Auch nicht der Krebs, der den 72-Jährigen vor drei Jahren heimgesucht hat, den er aber besiegt hat. Der ehemalige Bauhof-Arbeiter hat sich seine Gelassenheit und vor allem seinen Humor immer behalten. Und so werkelt er halt den ganzen Tag dahin, wie seine Frau sagt.

Eine von Hans“ Leidenschaft sind seine Schnäpse und Moste, die er selbst herstellt. Gut 25 verschiedene Schnäpse zählt er in seiner „Bar“. Momentan ist der dem Kirschgeist auf der Spur, wobei das nicht so einfach sei. „Da muss ich mich noch befragen, wie der genau funktioniert.“

Ein echter Lebensretter

Der Hans war viel in seinem Leben, unter anderem auch Lebensretter. Ein Autofahrer ist an einem eiskalten Dezembertag vor vielen, vielen Jahren in die Mühl gestürzt. Hans, der in der Nähe gearbeitet hat, hat den regungslosen Autofahrer aus dem Wasser gezogen. Der Fahrer hat überlebt und Hans hat vom Landeshauptmann die Lebensrettermedaille bekommen. Aber selbst das erzählt er, wie sollte es anders sein, völlig ohne Aufregung.


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