Ehemaliger ÖVP-Mann steigt in St. Stefan-Afiesl für FPÖ in den Ring
ST. STEFAN-AFIESL/HELFENBERG. Überraschungen hat die FPÖ für die anstehenden Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am 7. April in den beiden Fusionsgemeinden St. Stefan-Afiesl und Helfenberg angekündigt.

In St. Stefan-Afiesl formiert sich eine neue FPÖ unter dem Spitzenkandidaten Hugo Anzinger (65). Dieser war jahrelang Vizebürgermeister und Gemeinderat in Afiesl - und zwar für die ÖVP. Bereits 2015 hatte er sich in die Politik-Pension verabschiedet, 2016 wurde er zum Ehrenbürger ernannt. Nun will er aber für die FPÖ wieder in die Gemeindestube zurückkehren.
„Mann mit Renommee“
„Dass wir mit Hugo Anzinger einen erfahrenen Kommunalpolitiker gewinnen konnten, freut mich sehr. Er weiß, was er tut und hat aufgrund seiner großen Bekanntheit und seiner jahrzehntelangen Tätigkeit in den Vereinen der Region einen gutes Renommee“, meint Wall.
Anzinger selbst ist bereits vor zwei Jahren aus der ÖVP ausgetreten. „Der Grund, warum ich jetzt wieder in die Komunalpolitik zurückkehre, ist die Vorgangsweise, wie die Fusion vonstatten gegangen ist. Ein Großteil der Afiesler ist damit unzufrieden und ich bin der Meinung, dass über die Bevölkerung einfach drübergefahren worden ist, obwohl Landesrat Hiegelsberger selbst sogar in einem Schreiben empfohlen hatte, eine Volksabstimmung durchzuführen.“ Er habe sich für die FPÖ entschieden, weil er damit eine große Partei im Rücken hat. „Für eine Bürgerliste bin ich nicht zur Verfügung gestanden, weil das für mich eine reine Protestbewegung darstellt. Wenn, dann möchte ich einen vernünftigen Neustart mit einer dritten Kraft im Gemeinderat machen.“ Hugo Anzinger geht mit 13 Kandidaten auf der FP-Liste ins Rennen.
Keine Mannschaft mehr übrig
Dass sich die FPÖ in St. Stefan-Afiesl neu bildet, ist aber nicht nur der Fusion geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass aus der „alten“ Mannschaft der beiden ehemaligen Gemeinden schlicht niemand mehr für die anstehende Gemeinderatswahl übrig geblieben ist. Wie FP-Bezirksobfrau Ulrike Wall bestätigt, hat sich der bisherige FP-Fraktionsobmann von Afiesl, Eugen Engleder, aus der Politik zurückgezogen und sich die FPÖ in Afiesl aufgelöst. Gemunkelt wurde in der Gemeinde über interne Differenzen. Dies entspreche jedoch nicht der Wahrheit, wie Eugen Engleder selbst bestätigt: „Mein Austritt ist rein beruflicher Natur. Wir haben uns im Guten und ohne Streit getrennt.“ Ganz ohne Politik will er aber doch nicht bleiben, er hat neue Pläne (Zum Artikel).
Der zweite Afiesler blaue Mandatar wechselt aufgrund der Gebietsabtretung der Ortschaft Waldhäuser an Helfenberg nun in die dortige Fraktion.
Jenes eine Mandat, das die FPÖ bei der Gemeinderatswahl 2015 in St. Stefan erreicht hatte, ist seit längerem unbesetzt. Der Vertreter der Blauen hatte es aufgrund eines längeren beruflichen Auslandsaufenthaltes niedergelegt. Eine Nachbesetzung war nicht möglich.
Wall will Bürgermeisterin werden
In der neuen Gemeinde Helfenberg, zu der nun auch Ahorn gehört, wird Bezirksparteiobfrau Ulrike Wall höchstpersönlich für die Bürgermeisterwahl kandidieren. Sie tritt damit gegen den langjährigen ÖVP-Bürgermeister aus Ahorn, Josef Hintenberger, an. Wall war in ihrer Heimatgemeinde Ahorn bisher im Gemeindevorstand vertreten.
Erklärtes Ziel für die anstehende Wahl: „Wir wünschen uns in beiden Gemeinden Fraktionsstatus mit mindestens zwei Mandaten. Und wenn sich ein Gemeindevorstand ausgehen würde, wäre das schön“, so Wall abschließend.


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31.03.2019 17:49
Lieber Herr Deix Sie sollten sich schämen einen Ehrenbürger wegen seinem Altler zu beschimpfen Leisten Sie erst einmal was für die Mitbürger dann können sie solche Meldungen verbreiten LG Hugo Anzinger
26.03.2019 22:57
Mit 65 Spitzenkandidat
Das hat schon Kabarettcharakter. Hugo Anzinger kandidiert mit 65 Jahren als Spitzenkandidat für die FPÖ. Manfred Deix lässt grüßen. Könnten man nicht ein Gruppenbild der 13 Kandidaten veröffentlichen?
24.02.2019 15:58
Fusion Afiesl-St.Stefan
Warum schreiben Sie, dass der FPÖ Mandatar aus Afiesl "Engleder Eugen" vermutl. durch interne Differenzen die Partei verlassen hat. Das ist nicht richtig. Aufgrund von Zeitmangel und beruflichen Interessen (längere Auslandsaufenthalte) ist es Hrn. Engleder leider nicht mehr möglich als Funktionär im Gemeinderat mitzuarbeiten. Ich bitte um Richtigstellung. Bevor Sie noch einmal etwas in Ihrer Zeitung veröffentlichen recherieren sie ordentlich und schreiben bitte keine Unwahrheiten in ihr Blatt.