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Raiffeisenbank, Pfarre und Musik in St. Martin teilen sich künftig ein Zuhause

Martina Gahleitner, 07.08.2020 11:29

ST. MARTIN. Mitten am St. Martiner Marktplatz wird in den nächsten zwei Jahren ein Großprojekt realisiert, das die Zentrale der Raiffeisenbank Region Neufelden, das Pfarrheim und das Musikheim unter einem Dach zusammenbringt.

  1 / 4   Bürgermeister Wolfgang Schirz, Werner Gruber (Pfarre St. Martin), Franz Erlinger (Vorstandsvors. Raiffeisenbank Region Neufelden) und Musikvereinsobmann Matthias Hagenauer (v.l.) präsentierten das Gemeinschaftsprojekt für den St. Martiner Marktplatz. Foto: Gahleitner

Knapp zehn Jahre ist es her, seit die alten, baufälligen Häuser im Ortszentrum weggerissen und mit der Neugestaltung des Marktplatzes begonnen wurde. Diese Entwicklung wird mit dem neuen Gemeinschaftsprojekt fortgesetzt. „Wir schaffen damit nicht nur eine Belebung des Marktplatzes, sondern im Endausbau auch 50 Arbeitsplätze. Die Bank ist als Infrastruktur-Unternehmen und als Dienstleister für die Gemeinde immens wichtig. Darüberhinaus bekommt die Pfarre moderne Räumlichkeiten für ihre Aufgaben und vor allem schaffen wir für unseren wichtigsten Kulturträger, die Musikkapelle mit mehr als 70 Mitgliedern, endlich ein adäquates Probelokal mitten im Zentrum“, fasst St. Martins Bürgermeister Wolfgang Schirz die Vorzüge des Neubaus zusammen.

7,5 Millionen-Projekt

7,5 Millionen stecken die drei Partner Gemeinde, Diözese und Raiffeisenbank in den Neubau. Die Gespräche und Planungen laufen schon seit zwei Jahren. Jetzt liegen alle Bewilligungen vor und bereits am Montag wird mit den ersten Abrissarbeiten (vorerst im Inneren der bestehenden Gebäude) begonnen. Unter der Firma RoomBuus als Generalübernehmer und nach den Plänen von Architekt Andreas Fiereder (Two in a Box, Ottensheim) entsteht ein zweigeschoßiges Gebäude mit einem zurückgesetzten Dachgeschoß, das sich mit seinen großen Fensterflächen Richtung Kirche und Vorplatz orientiert. „Die große überdachte Eingangszone führt ins gemeinsame Foyer und von dort verteilt man sich“, spricht Fiereder die multifunktionale Nutzung an. Veranstaltungsflächen, Gruppenräume, Tiefgarage, Lift werden gemeinsam genutzt.

Starkes Zeichen für Region

Franz Erlinger, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Region Neufelden, sagt dazu: „Es ist ein Meisterstück gelungen. Die Gebäudeteile greifen sehr stark ineinander. Wir wollen mit dem Neubau gerade in dieser Zeit auch ein starkes Zeichen für die Region setzen und zeigen, dass die Nahversorgung auch in den einzelnen Orten sichergestellt ist.“ Neben der Zentrale der Raiffeisenbank Region Neufelden, die derzeit in St. Peter untergebracht ist, sowie der Ortsstelle St. Martin werden auch Außenstellen für Tochterunternehmen der Raiffeisen-Landesbank hier untergebracht.

400 regelmäßige Nutzer

Werner Gruber, der für die Pfarre St. Martin für den Bau zuständig ist, weist auf die 400 Personen hin, die das mittlerweile 60 Jahre alte Pfarrheim regelmäßig nutzen – von der Spielgruppe und Jungschar über die pfarrlichen Gruppierungen bis hin zu den beiden Chören. Für all diese wird es eine Übergangslösung während der Bauzeit geben, die Spielgruppen etwa werden in der Volksschule stattfinden.

Von der Volksschule in den Neubau

Viel Geduld mussten die Musiker aufbringen, denn „schon meine beiden Vorgänger haben sich mit einem Neubau beschäftigt“, berichtet Obmann Matthias Hagenauer. Die Lage im Ortszentrum sei optimal, weil ja fast jede Ausrückung auch hier beginnt. Derzeit proben die Musiker in der Volksschule, die ebenfalls neu gebaut wird.


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