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Mühlviertler Erdkabel-Befürworter treten österreichweiter Bewegung "Fairkabeln" bei

Petra Hanner, 13.08.2020 11:12

BEZIRK ROHRBACH. Für eine Erdverkabelung der geplanten 110-kV-Leitung im Mühlviertel setzt sich die Interessensgemeinschaft Landschaftsschutz Mühlviertel ein. Um noch breiter aufzutreten, treten sie der österreichweiten Pro-Erdkabel Bürgerbewegung „Fairkabeln“ bei.

IGLM-Obfrau Veronika Walchshofer; Foto: Fredy
IGLM-Obfrau Veronika Walchshofer; Foto: Fredy

Die Obfrau der IG Landschaftsschutz Mühlviertel, Veronika Walchshofer, erklärt die Motivation: „Die Vergangenheit zeigt, dass einzelne Bürgerinitiativen gegenüber der österreichischen Elektrizitätswirtschaft fast immer den Kürzeren gezogen haben. Die E-Wirtschaft ist es gewohnt, die eigenen Vorhaben durchgesetzt zu bekommen – selbst bei erbittertstem Widerstand in der Bevölkerung. Jene Projekte jedoch, wo der Widerstand auf eine breite Basis gestellt wurde und ein nationaler Schulterschluss erfolgte, konnten abgewendet werden, siehe Hainburg, Zwentendorf oder das geplante Atommüllendlager im nahegelegenen Bayern.“

Genau diesen Schritt macht die IG-Landschaftsschutz Mühlviertel und tritt, gemeinsam mit zwei weiteren oberösterreichischen 110kV-Erdkabel-Initiativen (Innviertel und Almtal/Kremstal), der Pro-Erdkabel Bürgerbewegung „Fairkabeln“ bei. 

Gebündelte Kräfte

Fairkabeln nahm seinen Anfang im – bisher vergeblichen – Widerstand gegen die 380kV-Freileitung durch das Land Salzburg. Durch die Ausrichtung auf die Einbindung der Gesamtbevölkerung gelang es innerhalb sehr kurzer Zeit, eine Meinungsbildung in der breiten Gesellschaft für die Verlegung von Erdkabel bei Hochspannungstrassen zu erreichen. 

Die Kräfte werden nun gebündelt. Erfahrungen und Expertisen werden ausgetauscht.  „Die IG Landschaftsschutz Mühlviertel ist als selbstständiger, unabhängiger Verein Teil der bundesweiten Pro-Erdkabel-Bürgerbewegung. „Die Bundesregierung wird wohl an uns Fairkablern als bundesweiter Pro-Erdkabel-Bürgerbewegung nicht vorbeikommen“ so Veronika Walchshofer. „Man muss nicht unter einer Hochspannungsleitung leben, um sich für ein Erdkabel einzusetzen“, so Walchshofer.

Unter https://www.fairkabeln.at/mach-mit erfahren Interessierte mehr.


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