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BEZIRK ROHRBACH. 265 Lehrstellen, die sofort oder ab Sommer oder Herbst zu besetzen sind, sind an und für sich nicht ungewöhnlich. Allerdings fehlen heuer die Jugendlichen, die sich beim AMS vormerken lassen haben.

Heuer sind deutlich weniger Jugendliche als lehrstellensuchend vorgemerkt. Foto: Gahleitner
Heuer sind deutlich weniger Jugendliche als lehrstellensuchend vorgemerkt. Foto: Gahleitner

„Wir haben nur etwa die Hälfte an Lehrlingen vorgemerkt“, zeigt Doris Steiner, Geschäftsstellenleiterin des AMS Rohrbach, auf und nennt auch gleich den Grund dafür: „Wegen dem Distance Learning sind die Schulklassen ausgeblieben, die normalerweise zur Berufsorientierung zu uns kommen. Deshalb fehlt den Jugendlichen der Anknüpfungspunkt zum AMS.“ Viele wären anscheinend auch der Meinung, dass sie nicht vorbeikommen dürfen. „Wir sind aber jederzeit erreichbar und Berufsberatungsgespräche sind nach Terminvereinbarung natürlich möglich“, betont Steiner.

Lehrstellen in vielen Branchen

Am Lehrstellenmarkt schaut es für potenzielle Lehrlinge jedenfalls rosig aus: Derzeit sind 45 sofort verfügbare offene Lehrstellen beim AMS Rohrbach gemeldet. „Das heißt, hier hätte schon jemand eine Lehre beginnen können“, sagt die AMS-Leiterin. Dazu kommen 220 Lehrstellen, die ab Sommer oder Herbst zu besetzen sind. Demgegenüber sind nur 85 Jugendliche als lehrstellensuchend gemeldet. „Jugendliche können aus dem Vollen schöpfen und sich Branchen und auch Firmen aussuchen, weil das Angebot wirklich breit ist. Für Unternehmer wird es dementsprechend immer wichtiger, sich als attraktiver Lehrbetrieb zu positionieren“, ergänzt Doris Steiner.

Erster Weg zum AMS

Sie appelliert auch an die Eltern, rechtzeitig aktiv zu werden. „Der erste Weg bei der Lehrstellensuche sollte zum AMS führen. Wir bieten Beratung und Interessenstests an und haben alle Lehrstellen gesammelt vorliegen.“ Passende, regional gut erreichbare Stellen werden dann ohne Verpflichtung zugeschickt.

Keine Jugendarbeitslosigkeit

Während die Arbeitslosenquote aktuell mit 4,3 Prozent (1.059 Personen) auf gleichem Niveau wie im Vorjahr liegt, zeigt sich bei den arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 Jahre ein Rückgang um fast zehn Prozent. „Jugendarbeitslosigkeit ist ein Wiener Problem, die gibt es bei uns nicht“, macht die AMS-Leiterin deutlich.


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