Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ST. STEFAN-AFIESL. Mit dem Leuchtturmprojekt „Stefansplatzerl“ hat die Bürgergenossenschaft St. Stefan-Afiesl den nächsten Preis abgeräumt, den ersten upperRegion-Award für erfolgreiche Leerstands-Nachnutzung.

v.l.: Karl Lehner (Obmann Bürgergenossenschaft St. Stefan-Afiesl), Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner bei der Überreichung eines im Stefansplatzerl aufgenommenen Bildes an Bürgermeister Alfred Mayr (Foto: Cityfoto/Pelzl)

In der Kategorie „Leerstand in Ortskernen“ holte das Stefansplatzerl den Sieg: Wie berichtet, ging in St. Stefan-Afiesl 2017 der letzte Nahversorger im Ort verloren. Als klar geworden ist, dass im Jahr 2019 auch das traditionsreiche Gasthaus Mayrwirt im Ort wegen Pensionierung zusperrt, wurde in einem breiten Bürgerbeteiligungsprozess die Entwicklung eines Begegnungszentrums vorbereitet, um die Nahversorgung in der Gemeinde zu sichern. Die neu gegründete Bürgergenossenschaft St. Stefan-Afiesl hat die Immobilie erworben, generalsaniert, komplett umgebaut und 820.000 Euro investiert. Am Standort des alten Gasthauses stehen den Bürgern seit Sommer 2020 ein Café, ein Gasthaus, ein Veranstaltungszentrum und ein Geschäft zur Verfügung.

20 Arbeitsplätze entstanden

Das neu geschaffene Begegnungszentrum trägt maßgeblich zur Belebung des Ortes bei und leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde. Mehr als 20 regionale Firmen waren an der Realisierung beteiligt. 3.500 Stunden wurden ehrenamtlich vor allem von Genossenschaftsmitgliedern geleistet, der Vorstand der Genossenschaft arbeitet ebenfalls ehrenamtlich. Für den laufenden Betrieb wurde mit Artegra Geschützte Werkstätten Altenfelden ein Betreiber gefunden, der schon in der Realisierungsphase intensiv miteinbezogen wurde. Mit dem Stefansplatzerl sind in der Region 20 Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung entstanden.

24 Einreichungen

„Wir wollen eine Weiterentwicklung unseres Landes ermöglichen, aber zugleich unsere Bodenressourcen schützen. Daher setzen wir als Wirtschafts-Bundesland Nr. 1 auf Betriebsansiedlungen und –erweiterungen, denn sie schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Bevor dazu jedoch Flächen neu gewidmet werden, sollen vorhandene leerstehende Gebäude und brachliegende Flächen genutzt werden, um so den Bodenverbrauch zu verringern. Die besten Ideen und Projekte dazu haben wir heuer erstmals ausgezeichnet – mit einem eigenen Preis, unserem upperRegion-Award. Erfreulicherweise war die Premiere mit insgesamt 24 Einreichungen bereits äußerst erfolgreich“, erklärte Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner im Rahmen der Verleihung Preises auf dem Graumann-Areal in Traun. Als weiteres Siegerprojekte wurde von Landesrat Achleitner in der Kategorie „Brachflächen“ der „Gewerbepark Pramtal“ in Taufkirchen an der Pram ausgezeichnet. Außerdem gab es Anerkennungspreise für die „offene NETZWERKSTATT Innviertel“ in Munderfing und den Co-Working-Space „DAS Franzi“ in Sierning.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden