Das Wetter brachte Bauern im Bezirk Rohrbach sehr gute Ernte, aber auch Schäden
BEZIRK ROHRBACH. Auch, wenn es kleinräumig doch Unterschiede gibt, so durften die Landwirte im Bezirk Rohrbach heuer großteils eine sehr gute Ernte einfahren. Das Wetter hat eine enorm große Rolle gespielt, sowohl im Positiven wie auch im Negativen, berichtet Bezirksbauernkammer-Obmann Martin Mairhofer.

Die vielen Niederschläge machten das heurige Jahr grundsätzlich zu einem guten für die heimische Landwirtschaft. Grünland und Felder profitierten vom Regen ebenso wie die Wälder. Schwierig war es nur, geeignete Zeitfenster für Heuen, Silieren und den Getreidedrusch zu finden. Kurzum aber, es hätte ein perfektes Erntejahr sein können.
Hätte – wären da nicht die zahlreichen Unwetter gewesen, die punktuell zu vielen Problemen geführt haben, wie Martin Mairhofer weiß: „Der starke Hagel, der in einer Schneise von Hofkirchen über Lembach, Auberg, Neufelden, Nebelberg und Helfenberg hinweggezogen ist, hat bei einigen Landwirten zu Ernteausfällen von bis zu 100 Prozent geführt. Stark betroffen waren beispielsweise die Hopfenbauern, deren Hauptanbaugebiete im Bezirk genau in dieser Hagelschneise liegen. Leider werden solche Ausfälle auch von der Versicherung nicht komplett abgedeckt.“
Aber auch in den Wäldern führte der Hagel zu Schäden: Oftmals wurden die frischen Triebe an den Bäumen zerschlagen und vielerorts mussten frisch gepflanzte Kulturen nachgesetzt werden, was einen großen Arbeits- und Zeitaufwand bedeutete.
Normales Borkenkäfer-Jahr
Apropos Wald: Auch dort führten die großen Regenmengen in Kombination mit Sturmböen zu größeren Schadholzmengen von rund 20.000 Festmetern. Dafür aber fühlte sich dort heuer der Borkenkäfer wegen des kühleren, feuchten Wetters nicht ganz so wohl: „Ich würde sogar sagen, dass es heuer ein fast normales Jahr mit dem Borkenkäfer war. Es gab zwar schon einige kleinräumige Ausbrüche, aber das wird nicht überhand nehmen, wenn die Grundeigentümer dahinter sind“, so Mairhofer.
Engerlinge: jetzt vorbeugen
Ein anderer Schädling kann aktuell aktiv bekämpft werden, nämlich der Maikäfer-Engerling. Dieser hatte heuer sein Flugjahr und zeigte sich regional massiv. In einigen Gemeinden ist der Befall jetzt schon sichtbar, vermehrt im nördlichen Bezirk. „Ich appelliere hier vehement an die Eigenverantwortung unserer Bauern, die mit der Einbringung von Pilzgerste mithilfe des neu angekauften Cultan-Gerätes den Befall unter Kontrolle bringen können“, sagt der Bezirksbauernkammer-Obmann. Im nächsten Jahr haben die Engerlinge wieder ihr Hauptfraßjahr – jeder Quadratmeter, der heuer behandelt wird, trägt zur Dezimierung des Schädlings bei. Das Cultan-Gerät kann, wie berichtet, beim Maschinenring ausgeliehen werden.


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