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BEZIRK ROHRBACH/HASLACH. Dass die Wahl im Herbst alles andere als eine g'mahde Wiesn für die SPÖ ist, ist Bezirksparteiobmann Bundesrat Dominik Reisinger bewusst. Ziel ist es, die Verluste aus dem Jahr 2015 wieder zurückzuholen und etwas für die Region voranzutreiben – auch, wenn man polarisiert.

Dominik Reisingers Herzblut gehört der Arbeit in seiner Heimatgemeinde Haslach. (Foto: SPÖ)
Dominik Reisingers Herzblut gehört der Arbeit in seiner Heimatgemeinde Haslach. (Foto: SPÖ)

Recht kampfeslustig gibt sich die SPÖ im aktuellen Wahlkampf. Man beachte nur den provokanten „Spatenstich“ mit einem Plantschbecken für das geplante Bezirks-Hallenbad. „Ja, die Aktion war bewusst zugespitzt. Viel zu lange passiert nicht wirklich was in der Sache und da tut es natürlich den Verantwortlichen weh, wenn wir darauf hinweisen“, sagt Dominik Reisinger. Ihm fehlt transparente Information nach außen über den aktuellen Stand der Dinge und er fordert eine klare Fixierung des Baubeginns vor den Wahlen.

Investition in die Zukunft

Heißes Thema im Bezirk ist immer wieder die Kinderbetreuung, deren Ausbau die SPÖ aus ureigenstem Interesse mit Nachdruck verlangt. Reisinger möchte als Haslacher Bürgermeister Vorbild sein, gesteht jedoch ein: „Man muss ganz klar sagen, dass die Nachfrage in der Kinderbetreuung erst kommt, wenn das Angebot schon da ist – auch in meiner Gemeinde. Das beißt sich aber mit den Vorgaben des Landes, erst konkrete Bedarfszahlen vorlegen zu müssen, bevor es Geld gibt. An diesen Schrauben muss unbedingt gedreht werden, denn die beste Investition die es gibt, ist die Investition in die Zukunft unserer Kinder“, ist er überzeugt.

Hoffnungsträgerin im Team

Mit Themen wie diesen wollen die „Roten“ im Herbst die Wähler überzeugen und sich die Verluste an Stimmen aus dem Jahr 2015 wieder zurückholen. „Ich bin mir bewusst, dass das in manchen Gemeinden schwierig sein wird. Aber ich habe gerade im aktuellen Wahlkampf mitbekommen, wie manche Ortsgruppen durch tolle, sympathische Aktionen regelrecht durchgestartet sind. Das gibt Mut und Hoffnung, dass es vielleicht sogar da und dort eine rote Überraschung geben könnte“, so Reisinger.

Eine solche Hoffnungsträgerin ist für ihn Juliane Fuchs, die in St. Johann als Bürgermeisterkandidatin antritt. „Bei ihr traue ich mir das zu sagen, dass sie Chancen hat, denn sie hat ein lässiges, junges Team hinter sich und ist wirklich ambitioniert.“

Zusammengewachsen

Man habe im Bezirk einen sehr sympathischen und aktiven Wahlkampf versucht, um so viele Menschen wie möglich persönlich zu erreichen – sei es online bei Reisingers Treffen mit Kulturschaffenden oder bei einer Radtour durch den ganzen Bezirk. „Das kam extrem gut an und wir sind auch intern sehr zusammengewachsen“, freut sich der Bezirks­obmann. Da hätte es auch weniger ausgemacht, dass die Harmonie in der Bundespartei manchmal nicht ganz so groß war: „Wir haben das natürlich gespürt, alles andere wäre gelogen, aber es gab hier nie eine Lagerbildung und deshalb auch keinen Streit. Ich bin auch überzeugt davon, dass der Wähler sehr gut unterscheiden kann, dass es bei den Wahlen im Herbst um unsere Arbeit hier vor Ort im Land, in den Gemeinden und Bezirken geht und nicht um das Geplänkel in Wien.“

Mandat halten

Die kommende Landtagswahl wird aber auch über Reisingers politische Zukunft als Bundesrat entscheiden – denn ein erneutes Mandat für ihn wird sich nur ausgehen, wenn die SPÖ in der Landtagswahl gut abschneidet. „Mein Ziel ist es, das Mandat zu halten, aber das liegt nicht in meiner unmittelbaren Macht. Mir macht die Arbeit in Wien unheimlich viel Spaß und sie ist auch wichtig, weil ich derzeit der einzige politische Vertreter aus dem Bezirk Rohrbach dort bin. Aber mein Herzblut steckt in der Gemeindearbeit. Das ist es, was mir besondere Freude macht.“


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