Schafe und Plenterwald sind gutes Fundament für die „Krienmühle“

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Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 18.11.2021 06:00 Uhr

PUTZLEINSDORF. Das erklärte Ziel von Michaela und Herbert Simmel ist es, den Traditionsbetrieb „Krienmühle“ in Putzleinsdorf nachhaltig zu bewirtschaften, damit auch künftige Generationen gute Wirtschafts- und Lebensbedingungen vorfinden.

2013 haben die beiden den Betrieb von Berta und Franz Prechtl übernommen. Damals waren alle landwirtschaftlichen Flächen verpachtet und der Tierbestand verkauft. Im Dezember 2014 erfolgte der Einstieg in die Schafhaltung und die Rücknahme einiger Flächen zur Eigenbewirtschaftung. „Wir wollten wieder von der Landwirtschaft leben“, erzählt die studierte Landschaftspflegerin, die als Raumplanerin in der Leitung der Bauabteilung eines Gemeindeamtes tätig war.

Seit der Übernahme entwickelte sich der Betrieb ständig weiter. Neben der Forstwirtschaft wurden der Anbau und die Vermarktung von Sonderkulturen wie Kümmel, Blaumohn und Leinsamen sowie die Schafzucht mit Direktvermarktung als weitere betriebliche Standbeine aufgebaut.

Widerstandsfähiger Wald

Große Teile der Waldflächen der Familie werden bereits seit Generationen als Plenterwald bewirtschaftet. Durch die Durchmischung der Baumarten – Hauptbaumarten sind Weißtanne, Fichte und die Rotbuche – sowie durch die vielfältige Struktur konnten die Bestände den Klima- und Wetterkapriolen der letzten Jahre sehr gut trotzen. Durch die Einzelstammentnahme der reifen Erntebäume wird der jährliche Zuwachs nachhaltig abgeschöpft. So wird ein regelmäßiges Einkommen aus der Waldbewirtschaftung erzielt.

Von Kopf bis Schwanz

In der Landwirtschaft steht das Wohl der Tiere und die Zufriedenheit der Kunden an oberster Stelle. „Das ganze Tier soll veredelt und in Wert gesetzt werden!“, lautet der gemeinsame Tenor von Michaela und Herbert Simmel. Das Fleisch wird zu Wursterzeugnissen, Leberknödel, Beuschel, Geräuchertem und vielen weiteren Spezialitäten verarbeitet, aus dem Fett wird Seife gesiedet, die Schmutzwolle wird als Dünger verwendet bzw. vermarket, hochwertige Rückenwolle wird kadiert um sie weiterzuverarbeiten und die Felle werden gegerbt.

Die Vermarktung der hergestellten Produkte geschieht entweder über den Ab-Hof-Verkauf im eigenen Hofladen oder über die Genussecken in den Lagerhäusern im Bezirk Rohrbach. Die Direktvermarktung weiter auszubauen und das Image des Lamms in der heimischen Küche weiter zu verbessern sind die Ziele für die nahe Zukunft mit ihren drei Töchtern: „Den Kindern wollen wir vorleben, wie breit und abwechslungsreich und kreativ Landwirtschaft gedacht und interpretiert werden kann und wie viele Möglichkeiten und Chancen sie für ein zufriedenes und erfülltes Leben birgt.“

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