Arbeit mit und für Menschen kostet mehr

Hits: 96
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 07.12.2021 09:15 Uhr

ROHRBACH-BERG/OÖ. Die Corona-Pandemie hat die Situation an die Spitze getrieben, aber schon lange vorher ist der Pflegebereich selbst zum Patienten geworden. Mit einer Petition will das Bündnis 8. März den vielen Hilferufen Gehör verleihen.

„Es herrscht wirklicher großer Notstand im Pflegebereich, denn schon seit Jahren ist eingespart worden und es ging somit stets in die falsche Richtung“, weiß Margit Scherrer vom Treffpunkt mensch&arbeit Rohrbach nach vielen Gesprächen mit Pflegekräften. Als Teil des Bündnis 8. März – ein Zusammenschluss von 47 Frauenorganisationen und Netzwerken in OÖ – macht sich auch mensch&arbeit für zusätzliche Gelder stark.

Pflege, Betreung, Gesundheit

„Wir fordern ein Landesbudget, das die Arbeit mit und für Menschen in Pflege, Betreuung, Versorgung, Bildung, Gesundheit, endlich wieder menschenwürdig möglich macht“, heißt es in einem offenen Brief an die Landesregierung. Es sei höchste Zeit, der schon vor der Pandemie über Jahre bestehenden Notlage in den Care-Bereichen und der nun durch die Pandemie erneuten Überlastung der Krankenhäuser, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, der Elementarpädagogik und der Familien entgegenzuwirken.

Da geht es nicht nur um die Pflege und Betreuung, wo mehr Personal, bessere Rahmenbedingungen und faire Entlohnung unbedingt notwendig sind, sondern auch um bessere Arbeitsbedingungen in der Elementarpädagogik und den Ausbau von kostenlosen Kinderbetreuungsplätzen. Zudem sollen Gewaltschutzeinrichtungen, psychosoziale Begleitung und Kassenarztstellen ausgebaut werden.

Verteilaktion in Rohrbach

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat das Bündnis 8. März die Petition „Mehr für Care – Menschen würdig pflegen kostet mehr“ gestartet. Diese kann unter mein.aufstehn.at unterzeichnet werden. Außerdem werden vom Treffpunkt mensch&arbeit an verschiedenen Plätzen in Rohrbach-Berg – von der Innenstadt bis zum Einkaufspark und dem Klinikum – Karten mit dem Aufruf zum Unterschreiben verteilt.

Die gesammelten Unterschriften werden am 13. Dezember an die Landesregierung übergeben – rechtzeitig vor den Budgetverhandlungen, damit die Forderungen auch berücksichtigt werden können.

Die Petition „Mehr für Care“ läuft auf mein.aufstehn.at.

Kommentar verfassen



Ulrichsberger Paar bündelt Wissen und veröffentlicht Hochzeitsratgeber

ULRICHSBERG/BEZIRK ROHRBACH. Carmen Weidinger ist Fotografin, ihr Freund Mario Neundlinger ist Musiker. Beide haben ihre ganz individuellen Erfahrungen auf Hochzeiten gesammelt. Diese hat das Ulrichsberger ...

Notwendige Schulerweiterung rasch vorantreiben

KOLLERSCHLAG. Bei ihrem Antrittsbesuch bei Bürgermeister Johannes Resch sagte Landesrätin Birgit Gerstorfer ihre Unterstützung für die anstehenden Bauvorhaben zu.

Am Loisnhof vereinen sich Heumilch und Leinöl zum ersten Mühlviertler Parmesan

SARLEINSBACH. Auf der Suche nach einer neuen Spezialität aus dem Mühlviertel, ist man am Loisnhof auf den Parmesan gekommen. Im Sommer soll die Produktion aus Bioheumilch und Leinöl starten – nach ...

Zertifizierte Familienfreundlichkeit

BEZIRK ROHRBACH. 100 Gemeinden und fünf Regionen aus ganz Österreich wurden mit dem staatlichen Gütezeichen für Familienfreundlichkeit ausgezeichnet. Darunter sind auch vier aus dem Bezirk Rohrbach. ...

Kleinzell setzt als erste Gemeinde im Bezirk Wohnen mit Service um

KLEINZELL. „Wohnen mit Service“ soll ein Leuchtturmprojekt in Oberösterreich zur Schaffung einer neuen Wohnform für ältere Gemeindebürger werden. Kleinzell setzte jetzt den ersten Grundstein und ...

Tips-Bericht schlug hohe Wellen: Aus „Bertas Flachs“ wird nun eine Gilde

JULBACH. Ein knappes Jahr ist es her, dass Tips von Christiane Seufferlein berichtete, die von Julbach aus alten Mühlviertler Flachs und Leinen in alle Welt verschickt (zum Bericht). Was mit dem Inhalt ...

Abgängiger aus dem Bezirk Rohrbach tot aufgefunden

BEZIRK ROHRBACH. Ein 30-Jähriger aus dem Bezirk Rohrbach kam von seinem Spaziergang am gestrigen Montag nicht wieder heim.

752 junge Leute in Ausbildung: Lehrlings-Situation bleibt stabil

BEZIRK ROHRBACH. Mit 752 Jugendlichen, die derzeit in 260 Lehrbetrieben ihre Ausbildung absolvieren, bleiben die Lehrlingszahlen im Bezirk stabil. Dennoch leidet speziell die Lehre unter Corona.