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ROHRBACH-BERG/OÖ. Die Corona-Pandemie hat die Situation an die Spitze getrieben, aber schon lange vorher ist der Pflegebereich selbst zum Patienten geworden. Mit einer Petition will das Bündnis 8. März den vielen Hilferufen Gehör verleihen.

Zusätzliche Gelder im Pflegebereich, aber auch in Bildung und Kinderbetreuung, sind notwendig. (Foto: Lighthunter/Shutterstock.com)

„Es herrscht wirklicher großer Notstand im Pflegebereich, denn schon seit Jahren ist eingespart worden und es ging somit stets in die falsche Richtung“, weiß Margit Scherrer vom Treffpunkt mensch&arbeit Rohrbach nach vielen Gesprächen mit Pflegekräften. Als Teil des Bündnis 8. März – ein Zusammenschluss von 47 Frauenorganisationen und Netzwerken in OÖ – macht sich auch mensch&arbeit für zusätzliche Gelder stark.

Pflege, Betreung, Gesundheit

„Wir fordern ein Landesbudget, das die Arbeit mit und für Menschen in Pflege, Betreuung, Versorgung, Bildung, Gesundheit, endlich wieder menschenwürdig möglich macht“, heißt es in einem offenen Brief an die Landesregierung. Es sei höchste Zeit, der schon vor der Pandemie über Jahre bestehenden Notlage in den Care-Bereichen und der nun durch die Pandemie erneuten Überlastung der Krankenhäuser, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, der Elementarpädagogik und der Familien entgegenzuwirken.

Da geht es nicht nur um die Pflege und Betreuung, wo mehr Personal, bessere Rahmenbedingungen und faire Entlohnung unbedingt notwendig sind, sondern auch um bessere Arbeitsbedingungen in der Elementarpädagogik und den Ausbau von kostenlosen Kinderbetreuungsplätzen. Zudem sollen Gewaltschutzeinrichtungen, psychosoziale Begleitung und Kassenarztstellen ausgebaut werden.

Verteilaktion in Rohrbach

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat das Bündnis 8. März die Petition „Mehr für Care – Menschen würdig pflegen kostet mehr“ gestartet. Diese kann unter mein.aufstehn.at unterzeichnet werden. Außerdem werden vom Treffpunkt mensch&arbeit an verschiedenen Plätzen in Rohrbach-Berg – von der Innenstadt bis zum Einkaufspark und dem Klinikum – Karten mit dem Aufruf zum Unterschreiben verteilt.

Die gesammelten Unterschriften werden am 13. Dezember an die Landesregierung übergeben – rechtzeitig vor den Budgetverhandlungen, damit die Forderungen auch berücksichtigt werden können.

Die Petition „Mehr für Care“ läuft auf mein.aufstehn.at.


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