Breitband-Ausbau: Beim nächsten Fördertopf rücken große Projekte in den Fokus
SARLEINSBACH/BEZIRK. Gute Chancen hat das Leaderprojekt zum flächendeckenden Ausbau der Breitband-Versorgung bei der nächsten Fördergeldvergabe. Denn dabei werden große, gemeindeübergreifende Projekte bevorzugt.

Mit verschiedenen öffentlichen Förderungen werden Provider unterstützt, eine qualitativ hochwertige Internet-Infrastruktur aufzubauen. Die Kriterien ändern sich und für Access 7, den nächsten Fördertopf für den Breitband-Ausbau, liegt der neue Fokus auf der Flächendeckung: Große, gemeindeübergreifende Projekte werden bevorzugt und haben eine größere Chance auf Förderzusagen. Leader-Obmann LAbg. Georg Ecker: „Das Eintreten für eine konzertierte Vorgangsweise der Gemeinden war und ist der einzig richtige Weg. Speziell durch den nun neu hinzukommenden Fokus in der Fördergeldvergabe sind wir am Puls der Zeit.“
Mehr förderbare Gebäudepunkte
Förderfähig sind dann auch Haushalte mit einer Downloadrate bis zu 100 Mbit – bis dato war dies nur bis unter 30Mbit möglich. Im nächsten Fördercall wird also die Zahl der förderbaren Gebäudepunkte entsprechend ansteigen. In Österreich wurden in den letzten Jahren 959 Millionen Euro an Fördergeldern für den Breitband-Ausbau vergeben, wovon 355 Millionen nach Oberösterreich gingen. Zuletzt erhielten die Gemeindeverbände Hansbergland, Steinerne Mühl sowie große Gebiete in Herzogsdorf und St. Martin Förderzuschläge aus der Erhöhung des Budgets für den vorangegangenen Fördercall Access 6.
Ein weiterer wichtiger Aspekt zum Breitband-Ausbau ist der Zusammenschluss der Fiber Service OÖ und der Energie AG. Das Ziel der Fiber Service OÖ ist der rasche Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur in unversorgten Gebieten, in denen kein Ausbau durch kommerzielle Betreiber erfolgt. Die Fiber Service OÖ agiert daher ergänzend zu den gewinnorientierten Anbietern am Markt. „Dieser Zusammenschluss ermöglicht nun beispielsweise auch eine flächendeckende Einreichung als ein regionales Gesamtprojekt, was wiederum den Fokus auf gemeindeübergreifende Projekte unterstützt“, meint Ecker.


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