Arbeitslosenquote im Jahr 2021 bleibt unter Vor-Corona-Niveau
BEZIRK ROHRBACH. Trotz Winterarbeitslosigkeit herrscht im Bezirk Rohrbach Vollbeschäftigung.

Bei 2,9 Prozent lag die Arbeitslosenquote Ende Dezember 2021; als einziger Bezirk in Oberösterreich blieb die Arbeitslosigkeit unter 3 Prozent. Landesweit beträgt die Quote 5,5 Prozent. In absoluten Zahlen ausgedrückt, heißt das: Derzeit sind im Bezirk Rohrbach 728 Personen arbeitslos, davon 262 Frauen und 466 Männer. „Der Überhang bei den Männern ist in erster Linie der Winterarbeitslosigkeit in den Saisonbranchen geschuldet“, informiert AMS-Bezirksstellenleiterin Doris Steiner.
Schaut man sich die Jahresstatistik für 2021 an, zeigt sich eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von „sensationellen 2,4 Prozent. Das ist unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie“, macht Steiner deutlich. Im Jahr 2020 waren es 3,6 Prozent, im Jahr 2019 2,5 Prozent.
Viele offene Stellen
Den 728 aktuell arbeitslos gemeldeten Personen stehen 709 offene Stellen gegenüber, die großteils sofort zu besetzen sind. „Der Arbeitskräftemangel bleibt weiterhin eine große Herausforderung, dieser hat sich durch die Corona-Pandemie nicht in Luft aufgelöst“, sagt Steiner. „Viel eher hat sich die Situation durch das Anziehen der Wirtschaft und die gute Auftragslage in Gewerbe und Handwerk verschärft. Wir geben täglich unser Bestes, um den Betrieben so rasch als möglich geeignetes Personal zu vermitteln.“
Fördermöglichkeiten nutzen
Ihr Appell an die Betriebe, die händeringend Arbeitskräfte suchen: „Schauen Sie über den Tellerrand und geben Sie auch Menschen ein Chance, die auf den ersten Blick nicht dem Suchprofil entsprechen. Mit Eingliederungsbeihilfen, Arbeitserprobungen oder arbeitsplatznahen Qualifizierungen, die vom AMS Rohrbach finanziert werden, unterstützt wir Ihre Entscheidungen für eine Person.“ Wichtig sei nur, sich vor der Einstellung mit dem AMS in Verbindung zu setzen und Fördermöglichkeiten zu klären.
Das AMS hält umfangreiche Förderangebote für Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen bereit. Zudem befinden sich derzeit 161 Personen in einer Aus- oder Weiterbildung, um die Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen.


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