Fachabschlussprojekt: Polytechnische Schulen setzen auf noch mehr Praxisbezug
AIGEN-SCHLÄGL/NEUFELDEN. Acht Polytechnische Schulen aus dem Mühlviertel haben eine landesweit einzigartige Initiative gestartet, um ihre Schüler noch besser auf das Berufsleben vorzubereiten.

Neben den beiden PTS aus dem Bezirk Rohrbach in Aigen-Schlägl und Neufelden beteiligen sich jeweils zwei weitere Polytechnische Schulen aus jedem Mühlviertler Bezirk an dem Pilotprojekt. „Mit einem Fachabschlussprojekt – kurz FAP – bereiten diese Schulen die Jugendlichen mit viel Praxisbezug noch intensiver auf den Lehrstellen-Einstieg vor“, erklärt Andreas Reisinger von der Bildungsregion Mühlviertel.
Enge Zusammenarbeit mit Betrieben
Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Berufsgrundausbildung im gewählten fachlichen Berufszweig. Dabei wird eng mit heimischen Betrieben kooperiert, bei denen ohnehin der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften größer denn je ist. WK-Bezirksstellenobmann Andreas Höllinger freut sich deshalb über die Initiative: „Ähnlich der Lehrabschlussprüfung konzentriert sich das FAP auf Fachpraxis und Fachtheorie und bindet auch die Unternehmen der jeweiligen Branche als Prüfer ein.“ Vorbereitungseinheiten im Unterricht verteilen sich über das gesamte Schuljahr. Gegen Ende des Schuljahrs schließt das FAP mit einem kommissionellen Fachgespräch ab. Die Mindestanforderungen für das FAP werden in Absprache mit der WKO festgelegt. Sie sind Grundlage für die Zertifizierungen, die nach bestandenen Fachgesprächen verliehen werden.


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