Leserbrief zum Thema Ukraine-Flüchtlinge: „Im gesamten Ablauf fehlt jeglicher Plan“

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Sebastian Wallner Tips Redaktion Sebastian Wallner, 20.05.2022 18:00 Uhr

PUTZLEINSDORF/BEZIRK ROHRBACH. In der aktuellen Ausgabe der Tips Rohrbach haben wir über das lange Warten der Ukraine-Flüchtlinge auf die Blaue Karte und das Geld vom Land berichtet. Bernhard Fenk, Bürgermeister der Marktgemeinde Putzleinsdorf, hat uns dazu einen Leserbrief geschickt.

„Mit großem Interesse habe ich den oben genannten Artikel gelesen und kann alles darin beschriebene nur bestätigen. Im gesamten Ablauf fehlt jeglicher Plan, jegliche Organisation, es wird nur reagiert, dort und da ein wenig nachgebessert, eine klare Struktur ist nicht erkennbar. Zudem gibt es beinahe tägliche Änderungen im Ablauf, das was gestern noch aktuell war gilt jetzt nicht mehr.

Beispiele gefällig: Alle Gemeinde und möglichen Quartiergeber wurden vom Land aufgefordert mögliche Unterkünfte bekannt zu geben. Das wurde auch brav gemacht. Ich kenne bis heute jedoch keinen einzigen Fall in dem vom Land eine Person zu einer Unterkunft vermittelt wurde. Die Vermittlungen erfolgen nur über Hilfsorganisationen und meistens über private Kontakte. Würde es nicht so viele Menschen geben, die bemüht sind den Kriegsvertriebenen zu helfen, würden diese wohl auf unseren Bahnhöfen übernachten, da die öffentliche Hand nicht spürbar ist.

Ähnlich bei der Auszahlung der Gelder. Wenn 90 Prozent der Anträge bearbeitet sind, warum warten dann viele seit Wochen auf Unterstützung? Gleich wie bei den Quartieren wird auch hier privat überbrückt.

Deutschkurse werden zwar angeboten, sind aber ausgebucht. Abklärung der weiteren Finanzierung noch immer offen. Viele Firmen in unserem Bezirk sind verzweifelt auf der Suche nach Personal, nur wie sollen die Ukrainer vermittelt werden, wenn mit der Sprache die wichtigste Basis fehlt?

Ich verstehe die Enttäuschung aller die Hilfe leisten und als Dank dafür werden ihnen jeden Tag neue Hürden aufgebaut, die nicht nur frustrieren, sondern auch verhindern diese Menschen so gut wie möglich zu integrieren.“

von Bernhard Fenk, Bürgermeister der Marktgemeinde Putzleinsdorf

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