11.500 Euro für Bürokauffrau erkämpft
BEZIRK ROHRBACH. Die Arbeiterkammer Rohrbach erkämpfte für eine Bürokauffrau, die kurz vor der Pension gekündigt wurde, 11.500 Euro. Einer von vielen Rechtsfällen, die in der AK-Bezirksstelle erfolgreich bearbeitet werden.

Nach fast 20 Jahren im Mühlviertler Betrieb wurde die Frau kurz vor ihrem Abfertigungssprung gekündigt. Sie wandte sich an die Arbeiterkammer, um ihr Recht einzuklagen. Die Experten stellten schnell fest, dass es sich um eine rechtswidrige Kündigung handelte und fochten diese wegen Altersdiskriminierung und Verletzung des Gleichbehandlungsgesetzes an. Hinzu kam, dass die Frau am Arbeitsmarkt aufgrund ihres Alters Schwierigkeiten haben würde, wieder einen Arbeitsplatz zu finden. Die Arbeitnehmerin erhielt, nachdem sie Klage eingereicht hatte, ein Vergleichsangebot: eine Zahlung von vier Monatsgehältern. Somit konnte die Arbeiterkammer rund 11.500 Euro für die Frau erkämpfen.
Wichtige Anlaufstelle
Für AK-Präsident Andreas Stangl zeigt dieser Fall, wie wichtig die Beratung und Vertretung der Mitglieder in den 14 Bezirksstellen in Oberösterreich ist. Seit 1. Juli 1992 sind die AK-Bezirksstellen in einer eigenen Abteilung vereint, in diesen 30 Jahren wurde das Service permanent ausgebaut. Die Beratungszahlen sind hoch: Alleine im Bezirk Rohrbach wurden in den vergangenen 30 Jahren mehr als 100.000 Menschen beraten. In arbeitsrechtlichen Angelegenheiten wurden fast 24 Millionen Euro für die Mitglieder erkämpft.


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