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BEZIRK ROHRBACH. Eine erfreulich gute Ernte fahren heuer die Landwirte des Bezirkes ein. Nur der Engerling erweist sich im Grünland jetzt zunehmend als Spielverderber.¶

 (Foto: vladk213 - stock.adobe.com)
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Saftige Wiesen, schönes Getreide, kräftiger Mais: Blickt man sich im Bezirk um, so können sich die Bauern über ein selten gutes Erntejahr freuen. Das bestätigt auch Bezirksbauernkammer-Obmann Martin Mairhofer: „Wir sind sehr zufrieden, das Wetter war für uns optimal und diesmal haben uns auch die Unwetter ausgelassen.“ Es könnte also alles bestens sein, wäre da nicht der Plagegeist Engerling, mit dem nicht nur die Landwirtschaft im Grünland zu kämpfen hat, sondern vielerorts auch Gartenbesitzer. „Die längere Trockenperiode hat Pflanzen und Grünland oder auch Rasen geschwächt, sodass die Engerlinge jetzt leichtes Spiel haben. Wir hoffen jetzt wieder auf mehr Niederschläge, damit sich die Bestände erholen können“, so Mairhofer.

Kampf mit allen Mitteln

Seit vielen Jahren müssen sich die Landwirte im Bezirk mit den gefräßigen Viechern herumschlagen und haben auch schon viel probiert: „Die Einbringung bestimmter Pilzsporen auf den betroffenen Flächen hat einiges gebracht. Dort, wo behandelt wurde, sind viel weniger Fraßschäden beobachtbar. Allerdings muss man da sehr dahinter sein und das Ganze ist auch richtig teuer“, gibt der Bezirksbauernkammer-Obmann zu bedenken.

War das am stärksten betroffene Gebiet früher noch im Bereich Kollerschlag/Hofkirchen zu beobachten, so hat sich die Schwerpunktproblematik nun eher nach Norden Richtung Klaffer/Julbach verlagert und auch im benachbarten Bayern, wo man die Engerlingplage bis vor kurzem noch kaum kannte, verzeichnet man nun massiven Befall.

Borkenkäfer bleibt ruhig

Weniger umtriebig ist hingegen in diesem Jahr der Borkenkäfer in den Wäldern. Die eher kühle Witterung und die vielen Niederschläge im Frühjahr haben die Entwicklung des Schädlings eingedämmt. Mairhofer: „Nur punktuell gibt es größere Schäden aber im Großen und Ganzen hält es in Grenzen – auch, weil Käfer- und Schadholz schnell aus den Wäldern abtransportiert werden können.“


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