Umbruch in der Abfallwirtschaft: ASZ-Landschaft wird sich verändern
BEZIRK ROHRBACH. Schließungspläne der Altstoffsammelzentren in Sarleinsbach und St. Veit sind vorerst ausgesetzt, aber die anstehenden Veränderungen in der Abfallwirtschaft werden sich auch auf die heimische ASZ-Struktur auswirken.

„14 Standorte für 55.000 Einwohner sind auf Dauer nicht haltbar“, meint Bezirksabfallverbands-Obmann Bgm. Franz Hofer und spricht damit die bevorstehenden Veränderungen an. Denn mit Jahresbeginn wird der Gelbe Sack und damit die Hausabholung von Verpackungsmüll im Bezirk eingeführt; zudem ist die PET- und Dosenbepfandung, die 2025 eingeführt werden soll, in der Abfallwirtschaft ein großes Thema. Man müsse Ertragsausfälle mit Einsparungen kompensieren, zeigt Hofer auf: „Das geht nicht nur über die Schließung von Standorten, sondern auch durch verringerte Öffnungszeiten und die damit verbundenen Personaleinsparungen.“
Standorte bleiben vorerst offen
In Sarleinsbach und St. Veit habe es bereits entsprechende Schließungsbeschlüsse der Verbandsversammlung gegeben, diese wurden aber ausgesetzt. „Beide Standorte müssten saniert werden, was pro ASZ rund 1,5 Millionen Euro kosten würde. Wir wollen abwarten, wie sich die Einführung des Gelben Sacks tatsächlich auf das Sammelverhalten auswirkt“, sagt Franz Hofer.
Leichtstoffe können weiterhin im Altstoffsammelzentrum entsorgt werden. Durch die saubere Vorsortierung wird eine höhere Recyclingquote erreicht, als dies bei technischen Sortieranlagen der Fall ist. Im Zentralraum ist eine große Sortieranlage geplant, die eine Recyclingquote von 80 Prozent erreicht. Bei älteren Anlagen liegt die Quote teils bei etwa 20 Prozent.


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