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NIEDERWALDKIRCHEN. Auch wenn der Absatz im Handel rückläufig ist, starten die rund 50 Bio-Landwirte des Farmgoodies-Netzwerks voll motiviert in die neue Saison.

  1 / 2   Die Mühlviertler Farmgoodies-Bauern machen sich bereit für die neue Anbausaison. (Foto: Farmgoodies)

Farmgoodies-Chef Günther Rabeder betonte bei der heurigen Anbauversammlung in Niederwaldkirchen: „Mit dem Wissen um die Kultivierung, Ernte, Aufbereitung und Verarbeitung von Mühlviertler Bio-Leinsamen haben wir einen enormen (Wissens)vorsprung. Die Inhaltsstoffe in unserem Leinsa-men sind top, was aktuelle Lebensmittelanalysen belegen. Das ist unsere Chance.“

Optimistische Prognosen

Für die Bio-Regionalmarke geht es bei den Anbauflächen der Saison 2023 hauptsächlich um Lein. Andere Ölfrüchte, wie etwa Hanf oder Sonnenblumen, werden nicht in großem Stil angebaut, da die Marktentwicklung derzeit schwer einschätzbar ist. Immerhin wird die Erntemenge aus 2023 größtenteils erst 2024 verarbeitet und vermarktet. Beim Mühlviertler Bio-Leinsamen erwarten Farmgoodies aber keine allzu großen Einbußen. In den nächsten Tagen werden die Anbauverträge mit den Landwirten aus den Mühlviertler Bezirken Rohrbach, Freistadt, Urfahr-Umgebung, Perg und den Nachbarbezirken südlich der Donau abgeschlossen und die Anbaufläche Lein fixiert. Das in den letzten Jahren aufgebaute Netzwerk von rund 50 regionalen Bauern bleibt erhalten.

Qualitätssicherung

Farmgoodies haben einen eigenen Qualitätsstandard entwickelt, wobei hier unter anderem eine Anlieferung des Ernteguts innerhalb von zwei Stunden ab der Ernte zur Trocknung und Aufbereitung verlangt wird. Denn rasches Arbeiten hat Einfluss auf die Eigenschaft des Leinsamens. Alle Prozesse, die die Rohware betreffen – Ernte, Trocknung, Aufbereitung, Lagerung und schließlich die Weiterverarbeitung zu Leinöl oder Leinsamen als Konsumware – werden seit 2022 ausschließlich am Standort in Niederwaldkirchen durchgeführt. Somit ist Farmgoodies einer der ganz wenigen Verarbeiter österreichweit, die alle Abläufe ohne Fremdleistung erledigen können.

Geringer Blausäuregehalt

Per 1. Jänner hat die EU in einer Verordnung den Blausäurehöchstgehalt in Leinsamen mit 150 mg/kg festgelegt. Dieser Grenzwert ist nur für ganzen Leinsamen oder auch geschroteten Lein, der roh gegessen wird, relevant. Bei der aktuellen Charge Farmgoodies Mühlviertler Bio-Leinsamen wurde eine Lebensmittelanalyse durchgeführt und ein Blausäuregehalt von nur 36 mg/kg festgestellt.


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