Pfarrkirchner Linden sind vielleicht vitaler als gedacht
PFARRKIRCHEN. Bei der nächsten Gemeinderatssitzung am Freitag, 15. September, steht auch die Zukunft der beiden Ortsplatzlinden auf der Tagesordnung.

Die Sitzung am 15. September, ab 19 Uhr, ist öffentlich, jeder Interessierte kann daran teilnehmen. Ulrike Pühringer, vehemente Kämpferin für die beiden fast 100 Jahre alten Winterlinden, lädt jedenfalls ein, sich anzuhören, wie es mit den Bäumen weitergeht.
Nachdem ein Gutachten diesen eine Lebensdauer von maximal zwölf Jahren vorausgesagt hat, hat der Gemeinderat die Fällung beschlossen. Ein weiteres Gutachten, um das sich Pühringer bemüht hat, stellt den Linden ein deutlich besseres Zeugnis aus, weshalb jetzt noch einmal darüber diskutiert wird.
Erneute Bestätigung für Baumschützer
Unerwartete Unterstützung bekommen die Baumschützer von Rupert Uttenthaler aus Geboltskirchen. Der Baumpfleger und Referent beim Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) hat auf Eigeninitiative die Bäume von oben begutachtet und sämtliche Kappungsstellen dokumentiert. Nach seinem Befund verfügen die Linden über enorme Vitalität, vermeintlicher Pilzbefall an den Kappungsstellen sei keinesfalls feststellbar. „Beide Stämme sind fast perfekt zylindrisch ausgebildet. Davon abzuleiten ist ein einzigartiger schützenswerter genetischer Befund“, sagt Uttenthaler, der betont, dass die Bäume viel gesünder sind als angenommen. Nur eine fachgerechte Sanierung sei für den Erhalt dringend empfehlenswert.
Für die Pfarrkirchner Baumschützer ist das eine Bestätigung, die Dorflinden unbedingt zu erhalten. Es gebe keinen Grund, die Bäume nicht weiterwachsen zu lassen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden