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BEZIRK ROHRBACH. Seit Februar sinken die Erzeugerpreise für Milch, während jedoch die Betriebskosten annähernd hoch bleiben. Eine Herausforderung für die Landwirte.

Hochwertige Milch muss ihren Preis haben. (Foto: sinhyu - stock.adobe.com)
Hochwertige Milch muss ihren Preis haben. (Foto: sinhyu - stock.adobe.com)

Ende des vergangenen Jahres gab es 58 Cent pro Liter Milch für die landwirtschaftlichen Betriebe. „Das haben wir auch dringend gebraucht, weil die Kosten für Energie, Sprit, Futtermittel oder Düngemittel extrem gestiegen sind. Allerdings sinkt der Milchpreis seit Februar, derzeit liegt er bei 45 Cent pro Liter – die Betriebskosten bleiben aber weiterhin hoch“, informiert Rohrbachs Bezirksbauernkammer-Obmann Martin Mairhofer. „Wir sind am Limit: Wenn die Erzeugerpreise noch mehr fallen, können wir nicht mehr wirtschaftlich arbeiten und in unsere Betriebe investieren.“

Die Produktionskosten sind in Österreich höher als in anderen EU-Ländern, vor allem wegen der Tierwohl-Auflagen. Mairhofer betont: „Diese Standards halten wir gerne ein und wollen sie auch gar nicht in Frage stellen – sie müssen aber auch gerecht bezahlt werden.“

Jeder Griff ins Regal ist ein Produktionsauftrag

Konsumenten können den heimischen Landwirten helfen, in dem sie im Supermarkt zu regionalen Lebensmitteln greifen und damit einen Produktionsauftrag geben. Weil immer wieder vermeintlich überhöhte Lebensmittel angeprangert werden, agieren Konsumenten jedoch im täglichen Einkauf sehr preissensibel. Hochwertige Qualitätsprodukte sind von sinkendender Nachfrage betroffen. Die Landwirtschaftskammer OÖ fordert daher vom Handel ein, den oftmals dargestellten Schulterschluss mit den heimischen Erzeugern und Verarbeitern deutlicher zu leben.


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