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ALTENFELDEN. Um über Veränderungen aus erster Hand aufzuklären, lud die Landwirtschaftksammerführung zum Dialog in den Wildparkwirt Altenfelden. Verständlich, dass hier auch die drohende Kammerschließung zum Thema wurde.

LK-Präsident Franz Waldenberger (Foto: Gahleitner)
LK-Präsident Franz Waldenberger (Foto: Gahleitner)

Mit dem Eingangsstatement zu diesem Thema von LK-Präsident Franz Waldenberger, der gemeinsam mit Kammerdirektor Karl Dietachmair nach Altenfelden gekommen war, ließen sich die anwesenden Bauern und Bäuerinnen nicht abwimmeln. „Wir möchten eine dezidierte Zusage, dass die Stelle bleibt. Mehr wollen wir gar nicht wissen“, meinte etwa ein Landwirt aus Rohrbach-Berg. Ein Putzleinsdorfer ergänzte: „Unsere Bezirksbauernkammer ist eine, die passt. Mit Heribert Schlechtl und seinem Team funktioniert alles und von den Rohrbachern können sich viele was abschauen. Man soll doch woanders zum Abspecken anfangen.“

Die Rohrbacher stehen also zu ihrer Bauernkammer, deren Schließung aus Einsparungsgründen drohte. Eine fixe Zusage zum Standort bekamen sie von Waldenberger an diesem Abend aber nicht: „Nächste Woche finden die finalen Entscheidungen statt“, kündigte der LK-Präsident an, aus Respekt vor der Gremien könne er keine Aussage machen. Wenn man seine Signale aber richtig deute, dann wisse man, wie es ausgeht. Heißt: Eine Schließung sollte nach dem Beschluss der Vollversammlung im Dezember vom Tisch sein, weitere Einsparungsmaßnahmen aber nicht.

Landwirtschaft hat Zukunft

Daneben gab es an diesem Abend viele agrarische Themen, die die Landwirte beschäftigen: überbordende Bürokratie; hohe Betriebskosten bei sinkenden Erzeugerpreisen; steigende Tierwohl-Standards, immer mehr Auflagen und Verordnungen, die finanziell nicht abgegolten werden; dazu die Behauptungen, dass die Landwirtschaft der größte Umweltsünder sei. Ein Peilsteiner meinte: „Welche Perspektiven haben wir noch, wenn jedes Jahr Veränderungen bringt. Die fehlende Planungssicherheit belastet uns massiv.“ Diese könne er nicht geben, sagte dazu Franz Waldenberger, aber: „Die Leute werden immer essen und somit Nahrungsmittel brauchen. Ich glaube nicht, dass es ohne tierische Lebensmittel geht – auch wenn das das Ziel von einigen Organisationen und Gruppierungen ist. Das sind ideologische Träumereien. Wir können darauf vertrauen, dass wir die Landwirtschaft auch in Zukunft brauchen.“

Bezirksbauernkammer-Obmann Martin Mairhofer ergänzte um einen Appell: „Genau hinschauen, denn die Fakten zählen und nicht Halbwahrheiten. Populismus tut uns nicht gut.“

Mehr zum Thema in den Archivartikeln:

https://www.tips.at/nachrichten/rohrbach/wirtschaft-politik/629330-bezirksbauernkammer-rohrbach-bleibt-erhalten

https://www.tips.at/nachrichten/rohrbach/wirtschaft-politik/635539-weniger-betriebe-mehr-beratungsstunden-bezirksbauernkammer-vor-ort-wichtiger-denn-je


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