Rohrbacher Kreuzungen sollen sicherer werden
BEZIRK ROHRBACH. An den Kreuzungen entlang der Rohrbacher Bundesstraße B127 passieren immer wieder schwere Unfälle. Dieses Risiko zu reduzieren ist Ziel von Infrastrukturmaßnahmen. Tips hat nachgefragt, was wo geplant ist.

Im Austausch mit der Bezirksverwaltungsbehörde und der Exekutive bemüht sich die Landesstraßenverwaltung um Lösungen, die mehr Verkehrssicherheit in den Kreuzungsbereichen bringen sollen. Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner sagt dazu: „Unser Ziel ist es, durch verbesserte Technologien, Bewusstseinsbildung und infrastrukturelle Maßnahmen die Anzahl und Schwere der Unfälle zu reduzieren. Wir sind uns jedoch bewusst, dass trotz aller Bemühungen ein gewisses Restrisiko besteht, insbesondere aufgrund von Unachtsamkeit und überhöhter Geschwindigkeit.“
Kleinzeller Kreuzung
Bei der Kleinzeller Kreuzung wurden bereits in den vergangenen Jahren Linksabbiegestreifen, beleuchtete Querungshilfen als Fahrbahnteiler, Busbuchten, der Sicht angepasste Geschwindigkeitsbeschränkungen und ein (LKW-) Kontrollplatz errichtet. Die Kreuzung entspricht „somit grundsätzlich den Anforderungen an die Verkehrssicherheit“, heißt es aus dem Verkehrsressort des Landes.
HTL-Zufahrt
Zur Verbesserung der Zufahrt zur HTL Neufelden wird in den Sommerferien der Einmündungsbereich und die anschließende HTL-Zufahrtsstraße verbreitert. Die Gemeinden Altenfelden und Neufelden werden dabei durch die Landesstraßenverwaltung unterstützt.
Kreuzungen bei Altenfelden
Bei der Querung der Rohrbacher Bundesstraße zwischen Altenfelden und Neufelden, der Veldener Kreuzung, wurde 2021 mit dem Ausbau des Feuchtenbachwegs eine sichere Querungsmöglichkeit vor allem für die lokalen Verkehrsteilnehmer geschaffen.
Handlungsbedarf besteht jedoch bei der Einmündung der Obermühlerstraße in die B127. Hier meldet das Büro von LR Steinkellner, dass zuletzt mehrere Gestaltungsvarianten geprüft wurden. „Dabei werden auch Möglichkeiten wie Geschwindigkeitsbeschränkung, Kreisverkehr oder Beschleunigungsstreifen/Einschleifspur einer umfassenden technischen Beurteilung durch die zuständigen Abteilungen beim Amt der oö. Landesregierung unterzogen.“ Weil die räumlich-technischen Möglichkeiten, die Auswirkungen der einzelnen Maßnahmen auf die Leistungsfähigkeit der Straße, die Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrs, die Ein- und Abbiegemöglichkeiten sowie die Auswirkungen auf die Unfallwahrscheinlichkeit berücksichtigt werden müssen, sind die technischen Beurteilungen noch nicht gänzlich abgeschlossen. Für Fußgänger wurde im Vorjahr ein Gehsteig neu errichtet.
Lagerhaus-Kreuzung
Die Lagerhaus-Kreuzung mit zwei einmündenden Gemeindestraßen ist trotz Linksabbiegestreifen und Geschwindigkeitsbeschränkung immer wieder eine Gefahrenstelle. Hier bestehen Widmungs- und Ausbauwünsche des Lagerhauses und auch der Stadtgemeinde Rohrbach-Berg. Damit steigt das Verkehrsaufkommen und das Einbiegen in die B127 wird weiter erschwert. Ein Kreisverkehr bzw. andere Umbauvorschläge werden derzeit beurteilt und bewertet.
Grill-Kreuzung
Bei Oepping kommt es bei der stark frequentierten Grill-Kreuzung immer wieder zu Unfällen, weshalb ein Kreisverkehr laut Ansicht des Landes sinnvoll ist. Dessen Errichtung scheitert bislang an der Finanzierung: Die Gemeinde Oepping müsste für die einmündende Gemeindestraße 400.000 Euro zu den Errichtungskosten beitragen – ein Betrag, der von der Gemeinde nicht aufgebracht werden kann.
Glotzinger Kreuzung
Abseits der B127 ist die Glotzinger Kreuzung in Putzleinsdorf ein Sicherheitsrisiko. Um die jüngsten Unfälle dort zu analysieren und Verbesserungsmöglichkeiten zu prüfen, findet demnächst eine Überprüfung durch Bezirksbehörde, Exekutive, Gemeinde und Straßenverwaltung statt. Außerdem schaut man sich für Radfahrende und Schüler die Schaffung einer Verbindung zwischen Putzleinsdorf und Lembach an.


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