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ULRICHSBERG/MÜHLVIERTEL. Rund 40 Biobauern aus dem Mühlviertel setzen seit zehn Jahren auf das Projekt Mühlviertler Bio-Heumilch und damit auf eine zukunftsfähige Landwirtschaft. So wie auch Beatrix Pfoser und Kurt Humenberger aus Ulrichsberg. Sie sind überzeugt: Die Heufütterung hat sich für die Kühe bestens bewährt.

Mühlviertels Bio-Heumilchbauern feierten das 10-jährige Jubiläum (Foto: Isabell Riedl)
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Die positive, offenherzige Einstellung der Bauern, die schon länger reine Heuwirtschaft betreiben, hat die Ulrichsberger überzeugt, es ihnen gleichzutun. „Wir bekamen eine Ahnung davon, wie die Umstellung funktionieren könnte. Nach einigen Investitionen wagten wir vor fünf Jahren den Schritt und sind rückblickend sehr glücklich damit“, berichten Beatrix Pfoser und Kurt Humenberger. „Die Heufütterung in Kombination mit einer großflächigen Weidehaltung hat sich für unsere Kühe bestens bewährt.“

Als Herausforderung sehen die beiden die deutlich spürbaren Klimaveränderungen. „Wir bemühen uns daher um eine ressourcenschonende und bodenständige Arbeitsweise. Uns ist die Qualität unserer Produkte wichtig, aber ebenso die Lebens- und Arbeitsqualität. Unsere Aufgabe ist es, der nächsten Generation einen positiven Eindruck von der Arbeit und dem Leben in der Landwirtschaft mitzugeben.“

Zukunftsprojekt

Bei der Jubiläumsfeier am Betrieb Walchshofer in Herzogsdorf und anschließend im Köglerhof in Gramastetten appellierte BioAustria-Obfrau Magdalena Barth, positiv nach vorne zu schauen: „Wenn wir von Heumilch sprechen, dann sprechen wir von einem Zukunftsprojekt. Die Herausforderungen mit der Natur und dem Klimawandel werden immer mehr spürbar und in Zukunft ein Riesenthema für die Landwirtschaft. Umso wichtiger ist es, nachhaltig zu wirtschaften.“ Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch, ergänzte: „Entscheidend ist, für welche Verbraucher und Konsumenten wir jeden Tag, 365 Tage im Jahr aufstehen – nämlich für jene, die unsere hochwertige Bio-Heumilch wertschätzen.“

Lag die Absatzmenge anfangs bei rund einer Million Liter Milch, so werden 2024 rund fünf Millionen Liter Heumilch vermarktet. Seit Juli gibt es zudem Emmentaler aus Mühlviertler Bio-Heumilch.

Landwirtschaftliches Weltkulturerbe

Heuer feiert die Mühlviertler Heumilch nicht nur das zehnjährige Bestehen, sondern auch die Auszeichnung als landwirtschaftliches Weltkulturerbe mit globaler Bedeutung.


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