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Rohrbacher Wirtschaft: Sich gegenseitig Mut machen ist jetzt das Wichtigste

Petra Hanner, 05.02.2025 06:00

ROHRBACH-BERG. Auf ein herausforderndes Jahr, in dem Teamwork und Netzwerken noch wichtiger sein wird als sonst, schwor die Wirtschaftskammer Rohrbach seine Mitglieder beim Wirtschaftsempfang in der Bezirksstelle ein.

  1 / 3   v.l.: Die Moderatorin befragte Andreas Höllinger, Johannes Artmayr, Eva-Maria Pürmayer und Manfred Stallinger nach der Stimmung im Bezirk. (Foto: Hanner)

„Anstrengende Monate liegen hinter uns, aber noch größere Herausforderungen stehen an, die auch die Rohrbacher Wirtschaft betreffen“, ließ Rohrbachs Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Andreas Höllinger gleich nach der Begrüßung der Gäste wissen. Momentan herrsche bei einer Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent quasi Vollbeschäftigung und auch am Lehrstellenmarkt scheint die Rezession noch nicht angekommen zu sein. „Auf 29 Lehrstellensuchende kommen aktuell 264 verfügbare Lehrplätze im Bezirk. Junge Menschen haben also eine große Chance auf eine gute Ausbildung in der Region“, freut sich Höllinger. Allerdings spüre man den Fachkräftemangel immer deutlicher.

Regionale Stimmen am Podium

Am Podium befragt, spiegelten Unternehmer aus der Region ihre eigene Situation wider. Johannes Artmayr von Strasser Steine etwa möchte nicht von Krise sprechen. „Was tun wir bei solchen Arbeitslosenzahlen denn, wenn die Wirtschaft wieder anzieht?“, fragte er mit Blick auf den Fachkräftemangel, der dann noch härter zuschlagen werde. Außerdem sinken aktuell die Zinsen und die harten Kreditvergabe-Richtlinien laufen aus, die Leute hätten gespart. Artmayr glaubt, dass es Richtung 2026 wieder aufwärts gehen wird.

Für Hotelière Eva-Maria Pürmayer, die auch Obfrau des Wirteforums im Bezirk ist, steht und fällt alles mit dem Engagement mit- und füreinander. Sie ist überzeugt, dass es momentan notwendig ist, sich gegenseitig Mut zu machen.

Wirtschaftsberater Manfred Stallinger aus Rohrbach-Berg sieht viele Chancen für die Unternehmer im Bezirk vor der Haustüre liegen. „Die Lage in der Drei-Länder-Region an sich ist schon ein USP, ein Alleinstellungsmerkmal. Wir müssen vom Bezirk aus über den Kirchtum hinausschauen“, forderte er auf.

„Hausaufgaben machen“

Oberösterreichs Wirtschaftskammer-Präsidentin Doris Hummer gab dem Publikum einen Ein- und Ausblick in die aktuelle Wirtschaftslage. Sie glaubt, dass jene Herausforderungen, denen sich die Wirtschaft seit 2020 stellen musste - unter anderem Corona und Energiekrise - die heimische Wirtschaft bereits gestärkt haben. „Ein großer Teil der heimischen Unternehmer blickt auch jetzt positiv in die Zukunft, weil sie Vertrauen in ihre Produkte haben.“ Hummer sieht jedoch drei Themenfelder, die verbessert werden müssen: die Bürokratie als Kostentreiber und Ressourcenfresser, die Entlastung in den Bereichen Lohnnebenkosten und Energie und eine höhere Leistungsbereitschaft am Arbeitsmarkt - „auch, wenn das gerade im Mühlviertel kein Thema ist“, so die Wirtschaftskammer-Obfrau. Jene zu belohnen, die bereit sind, mehr zu arbeiten, wäre ihrer Meinung nach ein möglicher Weg.

Siegerbewusstsein stärken

Aus der Keynote des zweifachen Weltmeisters im Kickboxen Bernhard Wagner, konnten sich die Gäste in der WKO Rohrbach noch wichtige Inputs mitnehmen, wie man Herausforderungen als Chance wahrnehmen und das Siegerbewusstsein stärken kann.

Beim Buffet nutzten die Besucher noch rege die Möglichkeit zum Austausch.


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