Granitquartier bringt 40 Wohnungen mitten ins Marktzentrum von St. Martin
ST. MARTIN/MKR. Der Marktplatz in St. Martin bekommt ein neues Gesicht: Nach Abriss von vier alten Häusern entsteht hier ein moderner Gebäudekomplex, der vor allem viel Platz zum Wohnen bietet.

Die Häuser Wöhrer und Wakolbinger und das Baderhaus sind bald Geschichte. An deren Stelle entsteht bis Ende 2028 am Marktplatz von St. Martin das GranitQuartier – ein Gebäudeensemble mit zwölf Eigentumswohnungen, 28 Mietwohnungen sowie einer Gewerbefläche im Erdgeschoss und einer Tiefgarage. Es ist die Fortsetzung der vor rund 15 Jahren gestarteten Zentrumsentwicklung und „eines der größten und wichtigsten Projekte“, betonte Bürgermeister Manfred Lanzersdorfer bei der Spatenstichfeier am Freitag, 25. September. „40 Wohnungen für alle Lebensphasen bieten Platz für 100 Menschen, die hier wohnen und das Zentrum beleben werden“, freut er sich über das Großprojekt, das von Roombuus und der Raiffeisenbank Region Neufelden realisiert wird.
Die Entscheidung zum Abriss des alten Bestandes sei nicht leichtfertig gefallen, aber es sei nicht anders möglich, erklärte Architekt Andreas Fiereder (Two in a Box). Man werde Elemente in der Architektur wieder aufnehmen: So entstehen etwa wieder vier einzelne Baukörper mit typischer Fassaden- und Fenstergestaltung. „Die Kante wollten wir ebenfalls erhalten, weil diese Enge im Ortszentrum wichtig ist. Hier entsteht für Fußgänger ein Laubengang.“ Damit wird ein wesentlicher Wunsch der Gemeinde aufgegriffen. Außerdem wird der jetzt zugebaute Innenhof geräumt und eine öffentliche Grünfläche geschaffen.
Ortszentren stärken
Beeindruckt von diesem Megaprojekt zeigte sich beim symbolischen Baubeginn Landesrat Christian Dörfel, der auf die Strategie des Landes Oberösterreich verwies: „Ortszentren sind das Gesicht und das Herz der Gemeinden und diese wollen wir stärken. Beim Wohnen müssen wir an junge Leute und Familien, aber auch an ältere Menschen denken. Und diese finden hier in St. Martin alles Wichtige zum Leben eng beisammen, noch dazu mit guter Öffi-Anbindung. Das geht nur mit einem langfristigen Konzept, das großartig umgesetzt wird.“ Er bedankte sich auch bei den Hausbesitzern, die mit dem Verkauf die Entwicklung erst möglich machen.
Neben den Wohnungen und Gewerbefläche wäre auch ein Hotel angedacht, dafür wurde allerdings noch kein Betreiber gefunden.








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