St. Stefan-Afiesl zeigt beim Soilwalk Wege zum Bodenschutz
ST. STEFAN-AFIESL. Bei einem gemeinsamen Bodenspaziergang gingen interessierte Bürger aus St. Stefan-Afiesl der Nutzung und dem Schutz des Bodens in der Gemeinde genauer auf den Grund.

St. Stefan-Afiesl ist seit 2025 Mitglied im Bodenbündnis und hat bereits einige Ideen entwickelt, die beim gemeinsamen Lokalaugenschein besprochen wurden. So geht es bei geplanten Entsiegelungen etwa darum, Wasser nicht abzuleiten sondern vor Ort versickern zu lassen. Dadurch sollen Hochwasserspitzen an Fließgewässern gedämpft und das Grundwasser gespeist werden. Auch das Schwammstadt-Prinzip, bei dem Wasser lokal aufgenommen und gespeichert wird, war Thema.
Im Hinblick auf eine sorgsame Raumnutzung wurden bisher ein neuer Gemeindeplatz geschaffen, mit Baulandsicherungsverträgen die Entstehung von Baulücken eingedämmt und das Stefansplatzerl als Projekt zur Nahversorgung und Ortskernbelebung umgesetzt. Gerade bei ungenutzten Bauflächen sieht Bürgermeister Alfred Mayr Handlungsbedarf: „Wir würden uns wünschen, dass bei gewidmeten, aber ungenutzten Bauflächen wieder mehr Bewegung hineinkommt. So könnten bestehende Baulücken geschlossen und jungen Familien neue Möglichkeiten geboten werden, sich in unserer Gemeinde niederzulassen.“
Boden mit allen Sinnen erleben
Beim Bodenspaziergang, dem „Soilwalk“, wurden Instrumente für einen sorgsamen Umgang mit Boden vorgestellt und diskutiert. Die Teilnehmer erfuhren zudem, welche Funktionen der Boden erfüllt – von der Ernährung bis zur Speicherung von Kohlenstoff. Als Höhepunkt wurde mithilfe von Bodenmikrofonen die Vielfalt an Bodenlebewesen hörbar gemacht.








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