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ROSENAU AM HENGSTPASS. Ortsbauernobmann Siegfried Schwingenschuh aus Rosenau produziert mit seiner Frau Christine auf seinem Milchviehbetrieb Frischkäse.

Ortsbauernobmann Siegfried Schwingenschuh, Foto: Egelseder
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Rund zehn Prozent der Milch ihrer 30 Kühe verwenden Siegfried und Christine Schwingenschuh für ihren Topfen, Hüttenkäse und Frischkäse. „Die Gouda-Produktion haben wir wieder beendet, es war zu arbeitsintensiv“, erklärt der 48-jährige Vater dreier Kinder. Die Käseproduktion hat ihn interessiert, deshalb hat er sich vor 20 Jahren dazu entschieden, einen Teil seiner Milch zu veredeln und direkt zu vermarkten. „Damit bekommt man auch einen etwas besseren Preis“, zählt Schwingenschuh einen weiteren Vorteil auf. „1996 haben wir den Dorfladen Spital mit aufgebaut. Wir bringen auch jetzt noch unsere Produkte in den Laden“, so der Landwirt, der auch weitere Nahversorger beliefert, Ab-Hof-Verkauf erfolgt nur auf Vorbestellung.

Biologische Landwirtschaft

Bereits von 1995 bis 2002 bewirtschaftete die Familie Schwingenschuh biologisch, heuer wurde wieder darauf umgestellt. „Der Hauptgrund war der schlechte Preis. Vor 20 Jahren hat man für die Milch mehr bekommen, obwohl jetzt die Produktionskosten viel teurer sind“, so Siegfried Schwingenschuh, dem eine biologische Wirtschaftsweise nachhaltiger und ressourcenschonender erscheint, „man hat natürlich auch höhere Auflagen und wird mehr kontrolliert.“ So habe man bei Medikamenteneinsatz eine doppelte Wartezeit. Das komme jedoch nicht sehr oft vor, ein möglicher Grund dafür: „Seit über zehn Jahren beschäftigt sich meine Frau mit Homöopathie bei den Tieren.“ Die Bürokratie werde generell mehr und übertrieben: „Kontrolle muss sein, aber mit Maß und Ziel!“

Ein Anliegen sind dem Ortsbauernobmann auch die erneuerbare Energie. So ist er einer der Betreiber des Heizwerkes in Windischgarsten.

Änderung am Fördersystem

Seit 1997 ist Siegfried Schwingenschuh Ortsbauernobmann von Rosenau. In der Gemeinde gibt es zwölf landwirtschaftliche Betriebe, die noch selbst bewirtschaften. „Wir haben viele Hänge, die schwer zu bewirtschaften sind. Bis 2020 bekommt man für alle Flächen dieselbe Förderung. Früher hat man jedoch für Steilflächen zusätzlich etwas bekommen“, ist der Landwirt überzeugt davon, dass kleinen Betrieben mit Steilflächen mehr Förderung zustehe, „würde die Bewirtschaftung und Landschaftspflege mehr lukriert werden, wäre das auch eine Zukunftsperspektive für die Jugend.“ Es sei wichtig, dass die Bauernschaft auch auf Ortsebene vertreten sei. „Das Zusammenhalten ist wichtig, um die Betriebe zu erhalten und das beste daraus zu machen“, so Schwingenschuh, der überzeugt ist, dass die Rosenauer Betriebe trotz Herausforderungen wie Bürokratie, Fördersystem und neues Einheitssystem erhalten werden können.


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