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ROSSATZ. Die Marktgemeinde Rossatz-Ansdorf will am Ortsrand von Hofarnsdorf einen „Wohnpark“ mit Einfamilien- und Mehrparteienhäusern, Betreutem Wohnen, Pflegeheim und Nahversorgern errichten. Grundlage für die Planung bildet eine Bürgerbefragung. Die Bevölkerung soll nun auch in Arbeitskreisen an der Umsetzung des Projekts mitwirken.

  1 / 2   Bürgermeister Erich Polz (l.) und Planer Heinz Maier zeigen das Grundstück am Ortsausgang von Hofarnsdorf, auf dem der Wohnpark entstehen soll. Fotos: Brandt

Seit sieben Jahren laufen in Rossatz-Arnsdorf bereits die Vorbereitungen zur Errichtung eines generationenübergreifenden Wohnparks in Hofarnsdorf. Laut Bürgermeister Erich Polz sind mittlerweile alle notwendigen Genehmigungen erteilt, so dass man sich nun an die Umsetzung machen kann. Ziele des Projekts sind laut Bürgermeister die Jugend zum Bleiben in der Gemeinde zu ermutigen, leistbare Startwohnungen anbieten zu können sowie Betreuungsmöglichkeiten für ältere Mitbürger und Arbeitsplätze zu schaffen.

Wohnraum für Jung und Alt

Der Wohnpark soll auf einem Grundstück der Bundesforste zwischen Schloss und Bundesstraße errichtet werden – Blick auf Donau und Tausendeimerberg inklusive. Auf einer Fläche von rund 18.000 Quadratmetern sollen nach und nach bis zu 25 Einfamilienhäuser, 40 bis 50 Wohnungen in Mehrparteienhäusern, 20 bis 30 Wohneinheiten für Betreutes Wohnen sowie ein Pflegeheim mit 50 bis 60 Betten entstehen. Die ersten vier Einfamilienhäuser stehen Polz zufolge bereits kurz vor Baubeginn.

Polz zufolge müssen Bauherren von Einfamilienhäusern die Grundstücke nicht kaufen, sondern schließen stattdessen einen Baurechtsvertrag ab. „Bauen können die Leute dann, mit wem sie wollen, sie müssen sich aber an die Vorgaben halten“, erklärt Heinz Maier, der gemeinsam mit Michael Hick die Vorplanungen übernommen hat. Für die Mehrfamilienhäuser, das Betreute Wohnen und das Pflegeheim werden noch Errichter beziehungsweise Betreiber gesucht.

Bevölkerung befragt

Grundlage für die Planung bildet eine Bürgerbefragung, die das Bad Vöslauer Beratungsunternehmen Wert-Impulse vergangenen Herbst im Auftrag der Gemeinde durchgeführt hat. Laut Geschäftsführer Robert Moser, der ursprünglich aus Rührsdorf stammt, wurden Fragebogen an alle Haushalte verschickt. 134 Personen füllten das Formular aus, was einer Rücklaufquote von etwa zehn Prozent entspricht.

Die Wünsche der Bürger

Moser zufolge wünschen sich die Teilnehmer vor allem leistbare Startwohnungen oder Bauplätze für junge Menschen, Betreuung durch einen Pflegedienst zuhause, Betreutes Wohnen sowie ein Pflegeheim im Ort. 96 Personen interessieren sich für einen Arbeitsplatz im Wohnpark. Außerdem wünschen sich 90 Prozent der Befragten einen Nahversorger, 70 Prozent einen Veranstaltungs- und Bewegungsraum.

13 Arbeitskreise

Die weitere Planung und Umsetzung des Zukunftsprojekts soll nun mithilfe von Bürgerbeteiligungsprozessen erfolgen. Die Gemeinde plant hier die Errichtung von 13 Arbeitskreisen, in denen jeweils mindestens ein Gemeinderat als Vermittler vertreten sein soll. Alle Bürger sind in diesen Projektgruppen willkommen, 47 Personen haben bereits bei der Bürgerbefragung ihr Interesse an einer Mitarbeit signalisiert. Für konkretere Informationen sind in den kommenden Tagen mehrere Bürgergesprächsabende angesetzt.

Bürgergesprächsabende:

8. März: Rossatz, Gemeindeamt

10. März: Rossatzbach, „Rosi“

15. März: Arnsdorf, Gasthaus Zeller

16. März: Rührsdorf, Familie Gallhofer

23. März: Oberarnsdorf, Heuriger Machherndl

Beginn jeweils 18 Uhr


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