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Jahrelanger Rechtsstreit mit der Republik Österreich für die Feuerwehren entschieden

Susanne Winter, MA, 21.06.2016 09:30

ROSSLEITHEN. Die entstandenen Kosten für die Blaulichtorganisationen nach einem Waldbrand führten zu einem 13-jährigen Rechtsstreit zwischen Gemeinde Roßleithen und der Republik Österreich, der nun zugunsten der Gemeinde für die Feuerwehren entschieden wurde.

Landesleiter des BRD Arthur Rohregger, Obmann BRD Windischgarsten Horst Humpelsberger, Bürgermeisterin Gabi Dittersdorfer, Amtsleiter August Aigner, FF-Kommandant Jo Bauer und Rechtsanwalt Erich Bernögger (v. l.)

Am 23. August 2003 bekämpften insgesamt 49 Feuerwehren des Bezirkes Kirchdorf und darüber hinaus mit Unterstützung des Bundesheeres und des Bergrettungsdienstes Windischgarsten einen Waldbrand im Bereich des „Haglers“ im Sengsengebirge, Gemeindegebiet Roßleithen. Der Waldbrand breitete sich rasch großräumig in diesem unwegsamen Gelände aus und war erst nach acht Tagen unter Kontrolle.

Gemäß den Einsatzbüchern bzw. Aufzeichnungen sind damals den Feuerwehren bzw. dem Bergrettungsdienst Windischgarsten Kosten in Höhe von rund 430.000 Euro entstanden. Die Republik Österreich – vom Gesetz dazu verpflichtet – bezahlte vorerst nur einen Teilbetrag in Höhe von zirka 195.000 Euro für Löschmaterial, Ersatzanschaffungen und Reparaturen. Rund 234.000 Euro an Entschädigungen für Mannschaftskosten waren bis vor kurzer Zeit noch offen.

Mit Unterstützung des Kirchdorfer Rechtsanwalts Erich Bernögger konnte im Frühjahr 2016 das Gerichtsverfahren abgeschlossen werden. Die Republik Österreich muss nun auch den restlichen Betrag ersetzen.

„Es ist und war für mich eine Sache der Wertschätzung und eine Selbstverständlichkeit, dass die Kosten nicht an den Organisationen, die ja auch nebenbei ihr Leben einsetzen, hängen bleiben können. Bedanken möchte ich mich auch heute noch einmal bei allen, die damals mitgeholfen haben, den Brand wieder unter Kontrolle zu bringen. Besonderer Dank unserem Rechtsanwalt Erich Bernögger und meinem Amtsleiter August Aigner für die Beharrlichkeit, die letztendlich zum Erfolg geführt hat“, so die Roßleithner Bürgermeisterin Gabriele Dittersdorfer.


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