Naturdünger aus der Pyhrn-Priel-Region

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Susanne Winter, MA Susanne Winter, MA, Tips Redaktion, 04.05.2019 10:01 Uhr

ROSSLEITHEN. Warum nicht aus unserem Hühnermist einen biologischen Dünger machen? – das dachten sich Sandra Edelsbacher und Wolfgang Mayr vom Brunlitzerhof in Roßleithen und entwickelten den nachhaltigen und regionalen Biodünger „Pello Plant“.

Im ehemaligen Kuhstall am Brunlitzerhof in Roßleithen leben nicht nur zwölf Rinder, sondern auch 6.000 Hühner mit teils Freiland- und teils Bodenhaltung. Eines Tages, während dem Kühemelken haben Sandra Edelsbacher und Wolfgang Mayr gescherzt: „Wie wäre es, unseren Mist zu verkaufen?“ Denn immer mehr Hobbygärtner holten sich ihren nährstoffreichen Hühnermist für die Gärten in der Region.

Natürlicher Antrieb für Pflanzen

Die Familie verfolgte die Idee weiter und entwickelte mit Hilfe einiger bekannter Gärtner und Öko-Pionieren den Naturdünger „Pello Plant“. Der Name setzt sich aus den Worten „Pello“, also Pellets und „Plant“, also Pflanze zusammen und ist latein für „Antrieb für Pflanzen“. Seit 2016 produziert die Familie den Biodünger. Seit 2017 wird er abgepackt und es besteht eine Kooperation mit dem Lagerhaus.

Drei Sorten erhältlich

Die Pellets werden in Paketen zu je drei Kilo oberösterreichweit in allen Lagerhäusern mit Gartencenter und in ausgewählten Unimärkten am Land verkauft. 10,5-Kilo-Säcke sind nach wie vor ab Hof erhältlich. In den drei Hauptdüngern Gartendünger, Rasendünger und Blumendünger befindet sich eine Mischung aus fermentiertem Hühnerdung der Freilandhühner, effektiven Mikroorganismen und weiteren biologischen Rohstoffen wie beispielsweise Lavendel gegen Schädlinge. „Die Nährstoffe sind speziell an die Pflanzenart angepasst. Gärtner haben uns zudem empfohlen, Mikroorganismen hinzuzufügen, damit die Nährstoffe schneller für die Pflanzen verfügbar sind“, erklärt Sandra Edelsbacher und weiß: „Dies vereint die Vorteile der organischen und mineralischen Düngung, macht wichtige Nährstoffe schneller pflanzenverfügbar und mindert durch 100 Prozent organischem Stickstoff das Risiko von Auswaschungsverlusten.“ Alle 15 Wochen wird der Mist von Tierärzten kontrolliert.

Düngererzeuger besuchen

„Der beste Dünger ist vor der Haustüre“, betont die Roßleithner Familie. Es ist auch möglich, die tierischen „Düngererzeuger“ direkt am Bauernhof zu besuchen oder sogar bei ihnen den Urlaub zu verbringen.

Weitere Sorten geplant

Für das Jahr 2020 sind weitere fünf Nebendünger für Hochbeet, Beeren, Rosen, Kräuter und Stauden geplant. Dafür wird mit Partnerbauern, darunter Seebauer am Gleinkersee und Gut Enghagen, zusammengearbeitet.

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