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Roßleithner Bürgermeisterin, Gabriele Dittersdorfer, im Gespräch über abgeschlossene und neue Projekte

Susanne Winter, MA, 17.11.2018 19:46

ROSSLEITHEN. Seit zehn Jahren ist Gabriele Dittersdorfer (SPÖ) Bürgermeisterin in Roßleithen. Tips sprach mit ihr über aktuelle Projekte in der Gemeinde.

Bürgermeisterin Gabriele Dittersdorfer, Foto: Winter
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Tips:Welche Projekte laufen derzeit in Roßleithen?

Gabriele Dittersdorfer: Die Traudlhütten-Brücke in Richtung Pießling Ursprung wird erneuert. Die Finanzierung ist gesichert und wir hoffen, die Arbeiten noch im Spätherbst durchführen zu können. Erfreulich ist, dass das Projekt entlang der Ölstampfstraße abgeschlossen wurde. Der Gehweglückenschluss zwischen Zemsauer und Gallbrunn ist bereits in der Endplanung. Sobald der Kostenanteil der Gemeinde von rund 120.000,- Euro gedeckt werden kann, sollten die Bauarbeiten starten.

Tips: Was passiert mit dem Mietshaus auf der Scherwiese, nachdem die Mieter ausziehen?

Dittersdorfer: Das Haus kann von der Gemeinde aufgrund der finanziellen Situation nicht saniert werden. Die Grundfläche beträgt ca. 3.200 Quadratmeter und ist als Betriebsbaugebiet gewidmet. Mit einem Verkauf könnten wir die Einnahmen für den Lückenschluss des Gehweges und die Entschärfung der Hacklkurve verwenden.

Tips:Wie geht es bei der Trinkwasserversorgung voran?

Dittersdorfer: Derzeit arbeiten wir an der Gründung eines gemeindeübergreifenden Wasserverbandes. Mit dem Zusammenschluss der Gemeinden Rosenau, Edlbach, Spital, Windischgarsten und Roßleithen sollten die Wasserreserven gedeckt werden. Mein Favorit ist jedoch nach wie vor eine Filteranlage beim Pießling Ursprung. Leider haben wir hier vom Land bisher noch keine Genehmigung erhalten.

Tips:Was tut sich im Bereich der Kinderbetreuung?

Dittersdorfer: Dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Vorderstoder ist es gelungen, eine gemeindeübergreifende Integrationsgruppe für Roßleithen und Vorderstoder im Kindergarten Vorderstoder zu betreiben. Als nächstes wollen wir den Kindergarten mit einem neuen Zaun ausstatten.

Tips:Finden derzeit Bautätigkeiten in Roßleithen statt?

Dittersdorfer: Die Firma Schnellnberger baut ihr Betriebsgebäude für Fliesen- und Natursteinhandel in der Nähe der Autobahnabfahrt und es entstehen dort auch drei Autowaschplätze. Herr Willach plant sieben Reihenhäuser auf dem Grundstück beim Wanderparkplatz.

Tips:Was liegt Ihnen für die Zukunft am Herzen?

Dittersdorfer: Ich wünsche mir, dass die kleinen und mittleren Gemeinden und damit die ländlichen Strukturen, die noch ein weitgehend menschliches Zusammenleben bieten, nicht durch unbedachtes Handeln in Form von Zentralisierung kaputt gemacht werden.

Es gibt so viele wichtigere Themen, wie fehlendes Pflegepersonal, Betreubare Wohnformen für alte Menschen, Versorgungslücke durch Landärzte sowie den jungen Menschen Perspektiven für ihre Zukunft zu bieten und sie für Vereine und Ehrenämter zu motivieren, anstatt der raschen Digitalisierung den Weg zu ebnen und damit das Absondern der Bevölkerung in ihre virtuelle Welt zu fördern.


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