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SARLEINSBACH. Moralischer Sieger beim Radrennen auf das Kitzbüheler Horn wurde Philip Schinagl vom RC Union Eindruck Sarleinsbach.  

Vier Jahre nach seinem schweren Sturz kehrte Philip Schinagl aufs Kitzbüheler Horn zurück und belegte Rang 4 in der Klasse der Amateure. Den Sieg holte sich Christian Oberngruber.

Das Kitzbüheler Horn ist der steilste Radberg Österreichs. 865 Höhenmeter auf 7,2 km Streckenlänge müssen bewältigt werden - das entspricht einer durchschnittlichen Steigung von 12,5 Prozent. Am letzten Kilometer, knapp oberhalb der Goinger Alm, befindet sich die schwierigste Rampe mit exakt 22,3 Prozent Steigung. Für Radsportler also eine besondere Herausforderung. Bei den Amateuren holte sich der Sarleinsbacher Christian Oberngruber vom Racing Team Paintballfritz mit einer Auffahrtszeit von 31:29 Minuten den Sieg unter den Lizenzfahrern.

Rückkehr nach schwerem Sturz

Auf Platz vier landete der Sarleinsbacher Philip Schinagl - und er ist damit der wahre Held vom Kitzbüheler Horn: Er kehrte bei diesem Rennen an jene Strecke zurück, die ihm vor vier Jahren fast das Leben gekostet hätte. Der Radsportler kam 2012 nach dem Rennen bei der Bergabfahrt von der Hornstraße so unglücklich zu Sturz, dass ihm der Oberschenkel  fast vollständig durchtrennt wurde. Nur dem beherzten Eingreifen eines Radsportkollegen, der den enormen Blutverlust einigermaßen stoppen konnte, und dem raschen Eintreffen des Helikopters war es zu verdanken, dass Schinagl diesen Unfall  überlebte.

Die damalige Prognose des behandelnden Arztes, nie wieder Ausdauer und schon gar nicht Leistungssport betreiben zu können, hat der kämpferische Mühlviertler längst widerlegt. „ Dieses  Rennen und die Rückkehr auf diese Strecke war aus psychischer Sicht schon sehr emotional  und wenn es auch knapp nicht für das Podest gereicht hat, bin ich mit meiner Leistung ganz zufrieden“, freut sich Philip Schinagl.


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