Klimawandel ist bereits spürbar - Gemeinden machen sich klima-fit
SARLEINSBACH. Die Region Donau-Böhmerwald ist eine von zwei österreichischen Pilotregionen, in denen man sich mit den Folgen des Klimawandels auseinandersetzt. Bei einem Workshop diskutierten nun Gemeindevertreter mit zwei Expertinnen des Umweltbundesamts Wien über mögliche Lösungen, um die Auswirkungen der globalen Veränderungen schon heute zu vermeiden.

Fest steht, dass der Klimawandel schon spürbar ist; wenn auch lokal unterschiedlich. „Starkniederschläge verursachen in manchen Gemeinden massive Schäden und bringen das Kanalnetz an ihre Grenzen. Anderswo hatte man Probleme mit der Trinkwasser-Versorgung. In manchen Jahren bringt starke Trockenheit die Land- und Forstwirtschaft in Bedrängnis, vor allem auch durch vermehrten Schädlingsdruck“, nennt Klaus Diendorfer vom Leaderbüro Donau-Böhmerwald einige Auswirkungen, die schon jetzt vorausschauendes Handeln erfordern.
Bei dem Treffen, an dem Vertreter aus Peilstein, Lembach, Sarleinsbach, Kleinzell und Kirchberg mit dabei waren, stellte sich heraus, dass in den Gemeinden schon einiges in diese Richtung passiert. „Uns beeindruckt, wie lange sich die Region schon mit einer zukunftsfähigen Lebensweise beschäftigt. Mit dieser Veranstaltung wurde nun ein erster Schritt gesetzt, um die Klimarisiken zu entschärfen“, sagte dazu Maria Balas vom Umweltbundesamt.
Auf dem richtigen Weg
Peilsteins Bürgermeister und Obmann der Energiegenossenschaft, Franz Lindinger, hätte sich zwar durch das Projekt konkrete Vorschläge für die jeweilige Gemeinde erwartet, der Workshop war für ihn aber eine Bestätigung, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. „Wir beeinflussen das Klima positiv.“ Er will auch nicht alle Veränderungen auf den Klimawandel schieben, „Schwankungen hat es schon immer gegeben.“
Nach diesem Testlauf will Klaus Diendorfer das Thema an den Vorstand der Region Donau-Böhmerwald herantragen. „Es sind verschiedene Szenarien denkbar, wie wir uns hier in unserer Region klima-fit machen.“ Ziel des Forschungsprojektes ist es, Unterstützungsmaterialien für Gemeinden zur Vermeidung von Schäden durch Klimawandelfolgen zu erarbeiten.
Die Abteilung Umweltschutz des Landes OÖ macht über die interaktive Webanwendung CLAIRISA ebenfalls die Zukunft des Klimwandels sichtbar. Das Klima-Luft-Infosystem zeigt Daten und Prognossen für jeden Ort in Oberösterreich. www.doris.at/themen/umwelt/clairisa.aspx


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