Energiegenossenschaft gewinnt Trigos-Award
SARLEINSBACH. Als Unternehmen mit Verantwortung hat sich die Energiegenossenschaft Donau-Böhmerwald jetzt ganz offiziell einen Namen gemacht. Denn Obmann Franz Lindinger und Geschäftsführer Johannes Großruck haben einen Trigos-Preis von Wien ins Mühlviertel geholt. Ausschlaggebend war vor allem das E-Car-Sharingprojekt MühlFerdl - ein Konzept, das eigentlich gar nicht in den ländlichen Raum passt.

Gut 200 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren dabei, als Österreichs Auszeichnung für Wirtschaften mit Verantwortung - der Trigos - verliehen wurde. In der Kategorie „Regionale Wertschaffung“ heißt der Gewinner Energiegenossenschaft Donau-Böhmerwald. Überzeugt hat die Jury das Car-Sharing-Konzept mit Elektrofahrzeugen, das „umweltverträgliche Fortbewegung im ländlichen Raum maßgeblich vorantreibt“.
Mut wurde belohnt
„Car-Sharing in ländlichen Regionen, ist nicht selbstverständlich. Das passt eher in die Stadt“, weiß Johannes Großruck von der Energiegenossenschaft. Der Mut, diese Idee umzusetzen, war deshalb mit ein Grund für die Auszeichnung. „Die Jury sieht unser innovatives Geschäftsmodell auch als Chance, Mensch, Wirtschaft und Umwelt in Einklang zu bringen“, ergänzt Großruck. „Es ist ein tolles Signal, dass wir gemeinsam als Region was bewegen können.“
Mittlerweile sind fünf MühlFerdl als Elektroauto zum Teilen im Bezirk Rohrbach unterwegs, einige weitere Gemeinden sind daran interessiert. Außerdem hat die Energiegenossenschaft mittels Bürgerbeteiligung bereits 46 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1000 kWp realisiert - das entspricht dem Stromverbrauch von etwa 250 Haushalten.
Mühlviertler mischen mit
Insgesamt gab es 125 Einreichungen und 27 Nominierungen. Am Ende wurden fünf herausragende österreichische Unternehmen sowie eine herausragende internationale Persönlichkeit mit dem Trigos 2018 ausgezeichnet. “Es ist enorm, wenn man sieht, welche Unternehmen da nominiert waren. Der Preis freut uns deshalb umso mehr. Das zeigt, dass wir mitmischen und österreichweit bestehen können“, hebt Bürgermeister Franz Lindinger, Obmann der Energiegenossenschaft, hervor. Für ihn ist die Auszeichnung Bestätigung und zugleich Motivation zum Weitermachen.


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