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BEZIRK SCHÄRDING. Die Unwetterfront am Samstag, 23. Juli 2016 beschäftigte ab ca. 22 Uhr 29 Feuerwehren des Bezirkes Schärding mit mehr als 350 eingesetzten Kräften, die mehr als 100 Einsätze abzuarbeiten hatten. Die Unwettereinsätze konzentrierten sich auf die westlichen Gemeinden des Bezirkes. Ganz besonders schwer betroffen war die Gemeinde Freinberg. Hier forderte das Unwetter sogar ein Menschenleben.

Foto: BFKDO Schärding
  1 / 5   Foto: BFKDO Schärding

Im Ortschaftbereich Haibach wurden teilweise ganze Straßen von der Flut weggerissen. Umgekippte Stromleitungen und Autos in Bächen mussten von den Einsatzkräften gesichert werden. Ebenso wurden Personenrettungen aus Fahrzeugen durchgeführt. Eine besondere Gefahrenquelle stellte ein Gasbehälter dar, der durch die Flut aus der Verankerung gerissen wurde und durch ein Leck Gas ausströmte. Weiträumige  Absperrungen waren notwendig.

Besonders tragisch: Ein 45-jähriger Mann aus Deutschland wurde von Wassermassen des Haibach erfasst und ertrank. Der Haibach trat nach dem schweren Unwetter im Ortsgebiet Haibach (Gemeinde Freinberg) über die Ufer. Der 45-Jährige aus Passau brachte zu diesem Zeitpunkt einen Pkw von den herankommenden Wassermassen in Sicherheit. Im Anschluss suchte er ein Lokal auf und gab an, nochmals nach dem Hochwasser sehen zu wollen. Dabei wurde er von den Wassermassen erfasst und ertrank im hochwasserführenden Haibach. Augenzeugen gaben an, dass die Wassermassen innerhalb von Minuten um etwa 2 bis 3 Meter gestiegen sind. Das Hochwasser nahm in diesem Bereich katastrophale Ausmaße an. Es entstand großer Sachschaden.

In den weiteren Einsatzgebieten im westlichen Teil des Bezirkes waren es großteils Pumparbeiten bei Kellerüberflutungen, die die Einsatzkräfte beschäftigten. Auch Firmenareale waren hiervon betroffen.


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