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SCHÄRDING. „Willkommen in der Schwarzgeldklinik“ heißt es, wenn die Kabarettgruppe Heilbutt&Rosen am 14. April den Schärdinger Kubinsaal betritt. Im Tips-Interview spricht Produzent Helmuth Vavra über Heilbutt&Rosen, über Klischees in der Gesundheitsbranche, die eigentlich gar keine sind, und warum Männer leichte grippale Infekte schamlos für ihren eigenen Vorteil ausnutzen.

Heilbutt&Rosen-Produzent Helmuth Vavra im Tips-Interview über die bittere Realität der Gesundheitsbranche. Foto: nicht angegeben

Helmuth Vavra nimmt im neuen Programm von „Heilbut &Rosen“ in gewohnt treffender wie schonungsloser Offenheit die gern zitierten Klischees der Gesundheitsbranche aufs Korn. Und nach 90 Minuten weiß man: Das sind keine Klischees, das ist die Realität. Schmiergeld, Schwarzgeld, Wunderpillen, heiße Nachtdienste im Schwesternzimmer? Alle noch so tollen Fantasien werden von „Heilbutt&Rosen“ arztgerecht seziert und in ihrem unverkennbaren Stil des interaktiven Kabaretts mit temporeichen Szenen, Musik und fein gesponnenen Conférencen konsequent zwerchfellerschütternd präsentiert.

Tips: Kabarettistisches Duo, spaßiges Trio oder flottes Quartett – wer versteckt sich hinter Heilbutt&Rosen?

Helmuth Vavra: Heilbutt und Rosen ist kein Duo, wie der Name fälschlicherweise suggeriert, sondern eine Kabarettgruppe, die in unterschiedlichen Besetzungen in ganz Österreich gastiert. Entstanden ist die Formation 1992 aus den privaten Kabarettabenden von meinem Studienkollegen Berthold Foeger und mir. Seit 2004 bin ich alleiniger Produzent der Kabarettprogramme und Shows.

Tips: Warum der Name? Gibt es dazu eine Hintergrundgeschichte?

Vavra: Da man sich in den Anfängen überwiegend der Texte von Monty Python und Loriot annahm, kam es auch zu dem etwas ungewöhnlichen Gruppennamen Heilbutt (für Monty Python) & Rosen (für Loriot). Mit unseren Alltagssatiren und Charakteren sind wir aber bis heute diesen Wurzeln unseres Humors treu geblieben.

Tips: Was ist das Besondere an Heilbutt&Rosen?

Vavra: Nun, es gibt nur ganz wenige Kabarettgruppen in Österreich. Aber mehrere Menschen auf der Bühne bedeuten auch mehr spannende Möglichkeiten. Zweifellos zählen auch die musikalischen Einlagen zu den Highlights einer Heilbutt&Rosen-Vorstellung.

Tips: Wie kamen Sie auf das Stück „Schwarzgeldklinik“? Worum geht es dabei?

Vavra: Gesundheit und Gesundheitspolitik ist ein Dauerbrenner. Heilbutt&Rosen nehmen dabei die gern zitierten Klischees der Gesundheitsbranche aufs Korn. Sind Männer die schlechteren Patienten oder einfach nur wehleidig? Sind weibliche Ärzte sanfter oder getarnte Sadisten? Hat die Gesundenuntersuchung Sinn oder ist ein guter Befund nur Resultat schlechter Untersuchung? Werden Zusatzversicherte tatsächlich besser behandelt oder trainiert auch an ihnen in Wirklichkeit nur der Assistenzarzt?

Tips: Das Stück nimmt das österreichische Gesundheitswesen ganz schön aufs Korn – sprechen Sie da aus eigenen Erfahrungen?

Vavra: Kabarett und Satire erwächst immer aus der Selbsterfahrung (lächelt). Das Publikum muss spüren, dass der Kabarettist weiß, wovon er spricht.

Tips: Männer und Kranksein ist ja bekanntlich ein ganz eigenes Thema – litten Sie auch schon mal unter dem sogenannten Männerschnupfen?

Vavra: Die Frage ist eine Beleidigung! Nein, ohne Spaß, Männer sind gezwungen, sich immer überlegen, cool und taff zu präsentieren. Manchmal dürfen wir es aber auch genießen, gepflegt zu werden. Ich sehe darin kein Problem.

Tips: Was erwartet die Besucher bei der Show in Schärding?

Vavra: Es erwartet sie Heilbutt&Rosen! (lacht)Tips: Kennen Sie Schärding? Was verbinden Sie mit dem Ort?Vavra: Schärding ist ein hübsches, kleines Städtchen mit einem gastfreundlichen und sehr fröhlichen Publikum – bekomme ich jetzt den Ehrenbürger?!

WANN & WO

Donnerstag, 14. April, 20 Uhr

Kubinsaal Schärding

Tickets auf www.tips.at/events,

Ö-Ticket, www.oeticket.com, Raiffeisenbanken, Schärdinger Kartenbüro sowie unter print@home Tickets auf www.fg-events.at erhältlich. Tips verlost auf www.tips.at 5 x 2 Karten. Gleich mitmachen und gewinnen.


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