Heimspiel der Jonglierweltmeister: Jonglissimo präsentiert Vision of Hope
SCHÄRDING. Nach ihrer erfolgreichen Vorstellung von „QBS“ im Jahr 2015 sind die Jonglierweltmeister Jonglissimo (darunter Daniel Ledel aus St. Florian am Inn und Dominik Harant aus Rainbach im Innkreis) zurück in der Bezirkssporthalle Schärding. Ihre neueste Theaterproduktion „Vision of Hope“ feiert am 22. November, 20 Uhr, in Schärding Österreich-Premiere. Tips bat Jongleur Manuel Mitasch zum Interview.

Tips: Worum geht es in Vision of Hope?
Manuel Mitasch: Ein Mädchen nimmt das Publikum mit auf eine Reise in die Zukunft. Sie stellt sich den Weltraum, das Leben auf anderen Planeten und den technischen Fortschritt vor. Themen wie Beamen, Klonen und Roboter werden hierbei behandelt. Vision of Hope ist eine theatrale Verbindung von Jonglage und Objektmanipulation mit Echtzeit-Visuals. Die Produktion verwendet eine halbtransparente Projektionsfläche, um hologrammähnliche Effekte zu erzielen. Das Ergebnis ist eine besondere Dynamik zwischen Virtualität und Realität.
Tips: Wie kann man sich eine Theater-Produktion mit Jongleuren vorstellen?
Mitasch: Ähnlich wie es der Cirque du Soleil mit ihren Shows macht, erzählen wir eine durchgängige Geschichte mit Schauspiel, Musik, Licht und viel innovativer Projektionskunst, wobei das dominante darstellerische Mittel die Objektmanipulation allen voran die Jonglage ist. Bei der neuen Produktion sind wir nochmals einen Schritt weitergegangen und haben ein deutlich größeres Kreativteam aufgebaut. Dazu gehören neben dem deutschen Regisseur Christof Heiner, auch Tanztrainer und ein Komponist. Erstmals haben wir einen eigens für die Show komponierten Soundtrack vom deutschen Ausnahmemusiker Rick Jurthe. Auch bei den verwendeten Jonglierrequisiten gehen wir neue Wege. So haben wir in Kooperation mit der amerikanischen Firma Flowtoys eine neue Hightech-LED-Keule entwickelt.
Tips: Warum heißt das Theater Vision of Hope bzw. wie ist das Stück entstanden?
Mitasch: Der Name ist ein Wortspiel aus mehreren Themenkomplexen, die wir in dem Stück behandeln. Vision steht für den Blick in die Zukunft, sowie für die innovativen Videoeffekte. Hope steht für die Hoffnung, einen positiven Ausblick in die Zukunft und ist auch gleichzeitig der Name der Protagonistin. Die Konzeption für die Show hat im Sommer 2018 begonnen. Im April haben wir in Frankreich und Deutschland einen ersten Zwischenstand mit etwa 35 Minuten präsentiert. Die Premiere der gesamten Show feierten wir Anfang August als Eröffnungsshow der Europäischen Jonglierconvention in England. Geprobt haben wir in unserem eigenen Probestudio in Ansfelden.
Tips: Warum findet die Premiere des Stückes in Schärding und nicht zB im Zentralraum statt?
Mitasch: Wir sind mittlerweile sehr erfolgreich und weltweit mit unseren Shows unterwegs. Erst kürzlich sind wir von einer vierwöchigen Asientour mit Shows in Japan und China zurückgekommen. Gerade mit den Theaterproduktionen ist es uns ein großes Anliegen, dass wir sie vor heimischem Publikum zeigen können. Zwei unserer Jongleure, Dominik Harant und Daniel Ledel, kommen aus Schärding. Bereits 2015 haben wir unsere erste Theaterproduktion „QBS“ in der Bezirkssporthalle gezeigt. Nachdem das toll angenommen wurde, war es klar, dass wir ein Gastspiel mit der neuen Produktion machen wollen.
Tips: Worauf dürfen sich die Besucher besonders freuen?
Mitasch: Es gibt natürlich atemberaubende Jonglierkunst zu bestaunen. Die ist sehr modern und vielfältig in Szene gesetzt. Einmal schweben wir wie schwerelos durch den Raum, dann scheint die Schwerkraft die Jonglage in die horizontale Ebene zu verschieben. Wir inszenieren technisch sehr aufwändig und innovativ. Die Technik soll dabei aber nicht im Mittelpunkt stehen, sondern nur ein Mittel zum Zweck sein. Wir versuchen, über die hologrammähnlichen Projektionen die Videoeffekte näher an die Künstler und das Publikum zu holen.


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