Schärdinger zeigen Solidarität mit Flüchtlingen in Griechenland
SCHÄRDING. Insgesamt 17 Personen haben stellvertretend für viele Befürworter der Initiative „Wochenende für Moria“ an zwei Wochenenden eine Nacht, manche sogar zwei Nächte, im Zelt im Orangeriepark in Schärding verbracht.

An den letzten beiden Wochenenden im Februar hatte eine Kooperation verschiedener kirchlicher und zivilgesellschaftlicher Organisationen für jeweils 24 Stunden ein Solidaritätscamp im Orangeriepark aufgestellt und sich damit der österreichweiten Bewegung „Wochenende für Moria“ angeschlossen. Zahlreiche Menschen sind gekommen, um der Forderung zuzustimmen, Österreich möge zumindest 100 Familien mit Kindern aus den griechischen Flüchtlingslagern aufnehmen. Einer der Teilnehmer in Schärding war Markus Leßky, Lehrer am Gymnasium Schärding.
„Ich habe mitgemacht, weil ich zeigen möchte, dass es nicht allen egal ist, was in Griechenland passiert“, so Leßky. Eine Nacht im Zelt hat auch Benedikt Neunhäuserer aus Zell an der Pram verbracht.: „Ich kann mich jetzt zu Hause wieder aufwärmen. Die Flüchtlinge in Griechenland haben diese Möglichkeit nicht.“
Briefe an Bundeskanzler
Nach Abschluss der Aktion werden nun Pakete mit insgesamt mehr als 300 Briefen und persönlichen Stellungnahmen an Bundeskanzler Sebastian Kurz geschickt, die in Schärding aber auch in den teilnehmenden Pfarren wie zum Beispiel Zell an der Pram gesammelt wurden. „Man weiß bekanntlich nie, welcher Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt. Deshalb zählt jeder Brief, jedes Gespräch, jedes Telefonat“, so Martin Brait vom Projekt „Brücken bauen“ der Dekanate Andorf und Schärding.


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