Franz Schobesberger schreibt über „Ein Leben voller Hoffnung“

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Elena Auinger Elena Auinger, Tips Redaktion, 07.12.2021 10:19 Uhr

BRUNNENTHAL. Pfarrmoderator Franz Schobesberger hat ein neues Buch zum Thema „Für ein Leben voller Hoffnung“ geschrieben. Im Tips-Interview spricht er darüber, wie Hoffnung und die Coronapandemie zusammenpassen, welche Verbindung Hoffnung und das Weihnachtsfest haben und für wen die Lektüre des Buches besonders zu empfehlen ist.

Tips: Ihr neues Buch heißt „Für ein Leben voller Hoffnung“: Worum geht es konkret?

Franz Schobesberger: In meinem Buch geht es in 45 Kapiteln mit je zwei ganzseitigen Fotos darum, die Bedeutung der Hoffnung für ein sinnvolles und glückendes Leben und Wege zu einem von Hoffnung geleiteten Leben aufzuzeigen.

Tips: Was bedeutet Hoffnung für Sie?

Schobesberger: Weil ich von Kindheit an mit einem schleichenden Hörverlust dem Ertauben entgegenging, waren Hoffnung und Zuversicht für ein dennoch glückendes und sinnvolles Leben maßgeblich. Sie haben das Resignieren und Aufgeben verhindert und die Suche nach Alternativen lebendig erhalten.

Tips: Hoffnung und die aktuelle Coronapandemie sind für viele mittlerweile Begriffe, die nicht zusammenpassen: Wie sehen Sie das?

Schobesberger: Hoffnung und die gegenwärtige Pandemie passen nur scheinbar nicht zusammen. Doch sollte man etwas Wichtiges beachten. Viktor Frankl fand im Grauen des KZ über den Glauben, dass nachher noch eine wichtige Aufgabe auf ihn wartet und die Hoffnung, sich dieser Aufgabe stellen zu können, zum „Trotzdem Ja zum Leben sagen“. Gerade für dieses „Trotzdem Ja zum Leben“ in den gegenwärtigen Herausforderungen brauchen wir Hoffnung und Zuversicht.

Tips: Wem würden Sie die Lektüre Ihres neuen Buches besonders empfehlen?

Schobesberger: Das Buch kann ich allen, von Jugendlichen bis zu Betagten, empfehlen, die für sich selbst, ihr Umfeld und darüber hinaus bewusst leben und nicht durch die Umstände gelebt werden wollen.

Tips: Ein bekannter Spruch lautet „Die Hoffnung stirbt zuletzt“: Können Sie dem zustimmen und warum?

Schobesberger: Der Spruch „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ stimmt dann, wenn man Hoffnung mit Erwartung oder mit Erfüllung bzw. Erreichen des Erhofften gleichsetzt – und dies sich als unerreichbar herausstellt. Doch das ist eine sehr enge Sicht. Im Buch gehe ich der Hoffnung nach, wie sie Vaclav Havel gesehen hat: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat – egal, wie es ausgeht.“ Diese Hoffnung stirbt nicht, wenn etwas ganz anders kommt, sie trägt auch noch in den letzten Minuten des Lebens.

Tips: Wie passen das bevorstehende Weihnachtsfest und Hoffnung zusammen?

Schobesberger: Die Pandemie vereitelt vieles, was man sich von einem Weihnachtsfest vorstellt und wünscht, das weitgehend seines eigentlichen Sinns entleert ist. Nicht aber das, was an Weihnachten tatsächlich gefeiert wird bzw. gefeiert werden könnte. Das ist, dass Gott die Welt so sehr liebt, dass er Mensch wird, damit niemand verloren gehen möge. Das kann sich gerade in der Pandemie als Hoffnung und Zuversicht weckend erweisen. Das lebendige Wort Gottes wurde in das Elend hinein Mensch, also in die unheile Welt damals wie heute und nicht in eine heile Sonderwelt.

Tips: Der Erlös des Buchverkaufes geht an den Verein MUZU: Können Sie das näher erklären?

Schobesberger: Seit 1979 habe ich mit einer ständig größer werdenden Gemeinschaft, seit ein paar Jahren als Verein MUZU (Mut zum Teilen – Zukunft schenken), viele Einzelpersonen, Gemeinschaften und Projekte in der Form von Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt. Dadurch konnten viele sich die nötige Bildung aneignen, Lebensgrundlagen geschaffen werden usw. Und dies nicht als Einbahn der Gebenden zu den Nehmenden, sondern als weltweiter Freundeskreis. Dieser Verein hat das Spendengütesiegel und die Steuerabsetzbarkeit.

Tips: Ab wann und wo ist das Buch erhältlich?

Schobesberger: Unter anderem wegen der derzeitigen Lieferschwierigkeiten seitens der Zulieferer kann die Druckerei die Bücher erst Mitte Dezember ausliefern. Das Buch kostet 23,90 Euro (exkl. Versandkosten) und ist im Pfarramt Brunnenthal erhältlich. Bei Bestellung von fünf Exemplaren portofreie Zusendung. Bestellung per Mail an pfarre.brunnenthal@dioezese-linz.at oder telefonisch an Heidi Schrattenecker: 0676/87765821 (an diese Nummer per WhatsApp, Telegram oder Signal möglich).

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