FF Schärding mit 250 Einsätzen im Jahr 2021
SCHÄRDING. 250 Mal – also durchschnittlich alle 1,46 Tage – hieß es im abgelaufenen Jahr 2021 „Einsatz für die FF Schärding“. Es waren dabei 228 technische Einsätze und 22 Brandeinsätze, wo die Bevölkerung Hilfe gebraucht hat. 22 Menschen und 8 Tiere wurden bei den Einsätzen gerettet oder aus misslichen Lagen befreit.

„Mein Dank gilt hier jedem einzelnen Kameraden, der einen Beitrag zum ‚Funktionieren‘ des Systems ‚Feuerwehr Schärding‘ beigetragen hat. Wertvolle Unterstützung haben wir im abgelaufenen Jahr auch wieder von der Stadtpolitik unter den Bürgermeistern Franz Angerer und Günter Streicher bekommen, von den übergeordneten Feuerwehrdienststellen, von Behörden und befreundeten Einsatzorganisationen und natürlich der Wirtschaft“, freut sich Feuerwehrkommandant Markus Furtner über die reibungslose Zusammenarbeit auf allen Ebenen.
Corona hat auch im Feuerwehrwesen das Jahr bestimmt
Wie in allen Bereichen hat auch im Feuerwehrwesen die Coronakrise die größte Herausforderung im Jahr 2021 dargestellt. Es galt den Einsatzbetrieb immer aufrecht zu halten, was der FF Schärding glücklicherweise gelungen ist. „Es waren immer schwierige Entscheidungen – welche Tätigkeiten sind unerlässlich und systemrelevant und welche Punkte können wie gesichert abgehalten oder verschoben werden“, so Feuerwehrkommandant Markus Furtner. Zehn Einsätze hatten mit der Bewältigung der Coronakrise zu tun, es waren hauptsächlich Transportaufgaben, aber auch die Unterstützung bei der Impfstraße.
Einsatz, Übungen und Stunden im Hintergrund
Vom Einsatzbetrieb her kann ein Rückgang zum Vorjahr vermeldet werden, wenngleich es auch wieder sehr gefordert hat. Besonders in Erinnerung geblieben sind der Brand in der Innenstadt, die Personenrettung aus dem Inn, der Großbrand in Brunnenthal und die tagelange Unterstützung in den vom Hagel betroffenen Gebieten im Sommer. Auch zwei kleinere Hochwässer haben die Schärdinger Floriani wieder gefordert. Der Ausbildungsbetrieb wurde auch mit sehr hohem Aufwand abgehalten, hier sei besonders die Einsatzübung in der Brauerei Baumgartner erwähnt. Auch der neu in den Dienst gestellte Hochwasserschutz in Neustift forderte die Kameraden der FF Schärding. Die meiste Stundenanzahl verzeichneten diese aber auch 2021 wieder in den Bereichen der Einsatzvorbereitung, Gerätewartung und Verwaltung. Den Gerätewart unterstützten dabei natürlich auch wieder die Zivildiener.
Jugendarbeit
Im Bereich der Jugendarbeit fielen leider auch zahlreiche Übungen aus. Das üblicherweise große Jugendlager von sechs oberösterreichischen Bezirken wurde abgesagt, die Schärding Jungfeuerwehrler vergnügten sich als kleine Entschädigung zwei Tage im Sauwald und nächtigten im Baumkronenweg. Auch hier wurden die beiden Tage nach größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt. Trotz Corona konnten zahlreiche Ausbildungen abgehalten werden, auch an den Erprobungen und dem Wissenstest haben sich die Jungs der FF Schärding beteiligt.
Fahrzeugsegnung und Tag der offenen Tür
Im Herbst konnte die FF Schärding zahlreiche Feuerwehren am Stadtplatz und im Feuerwehrhaus begrüßen, als zwei neue Einsatzfahrzeuge (Kommandofahrzeug und Rettungsboot) in den Dienst gestellt wurden. Tags darauf wurde zu einem Tag der offenen Tür ins Feuerwehrhaus geladen, wo sich die Kameraden über tollen Besuch der Schärdinger Bevölkerung und vieler Feuerwehren freuen konnten. In diesem Rahmen kam auch der Impfbus des Landes Oö. zum Einsatz.
Neues Digitalfunksystem
Im abgelaufenen Jahr wurde auf das neue Digitalfunksystem umgestellt. Die Umstellung selbst und die Einschulungen haben die Kameraden dabei sehr beschäftigt. Auch waren sie in den Nachbargemeinden mehrere Tage lang mit der Drehleiter unterwegs, um die Umrüstung der Funkmasten zu unterstützen.
Ausblick
Im Jahr 2022 stehen viele Punkte auf dem Programm, so soll im Herbst ein neues Tanklöschfahrzeug in den Dienst gestellt werden. Auch die Abnahme der Branddienstleistungsprüfung ist für das Jahr 2022 geplant. Das neue Digitalfunksystem soll im kommenden Jahr auch auf die Stadtgemeinde ausgerollt werden, um im Hochwasserfall, aber auch bei allen anderen Katastropheneinsätzen, die Kommunikation zu erleichtern.


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